martedì 31 marzo 2020

lgn12: Freitag, 3. April 2020.

↓B. Home. Glossar. Lektion  11 ↔ 13.
Freitag, 3-4-2020.
12./lgn/03-04-20.
Testo: §§ - US 1 - Deutschland 2 - Nato 3 - US 4 - US 5 - Deutschland 6 - 

Nachrichten von Freitag, 3.04.2020 –

1. Weltweit mehr als eine Million nachgewiesene Covid-19-Infizierte
Weltweit sind nach einer Zählung der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 51.000 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 habe sich binnen acht Tagen auf eine Million verdoppelt. Rund 22 Prozent der Corona-Fälle gibt es demnach in den USA, gefolgt von Italien und Spanien mit je elf Prozent. In Deutschland ist die Zahl der Todesopfer mit einer Corona-Infektion auf 1074 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Bundesrepublik gab die Universität aus Baltimore zuletzt mit 84.264 Menschen an. (12/nlg/3-4-20.)

2. Deutschlandtrend: Großes Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung
In der Corona-Krise bekommt die Bundesregierung Rückendeckung von der Bevölkerung. Laut dem neuen ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap sind 72 Prozent der Deutschen zufrieden mit dem Krisenmanagement der großen Koalition. Gleichzeitig blicken die Bürger mit 63 Prozent auch viel positiver auf die Arbeit der Regierung insgesamt. Davon profitieren insbesondere CDU und CSU. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 34 Prozent der Befragten für die Union stimmen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch vor einem Monat. Die SPD käme unverändert auf 16 Prozent. (12/nlg/3-4-20.)

3. NATO will Hilfen gegen Corona-Pandemie besser koordinieren
Die NATO will im Kampf gegen das Coronavirus künftig stärker zusammenarbeiten. Das Militärbündnis sei für Krisen geschaffen worden und könne in der aktuellen Pandemie-Krise helfen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Videokonferenz der NATO-Außenminister. Die 30 Bündnispartner hätten beschlossen, dass Oberbefehlshaber Tod D. Wolters die militärische Unterstützung in der Corona-Krise fortan koordinieren, ausbauen und beschleunigen soll. Er solle etwa Kapazitäten im Lufttransport ausmachen und sicherstellen, dass medizinische Ausrüstung geliefert werden könne, sagte Stoltenberg. (12/nlg/3-4-20.)

4. USA bleiben auch in Corona-Krise kreditwürdig
Die Kreditwürdigkeit der USA ist der Ratingagentur Standard & Poor’s zufolge auch in der Corona-Krise unverändert gegeben. Die Bonität werde weiterhin mit der zweitbesten Note "AA+" bewertet, teilte die Agentur mit. Der Ausblick sei trotz der hohen Staatsverschuldung und des aktuellen Hilfsprogramms unverändert stabil. (12/nlg/3-4-20.)

5. US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag
Wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben die US-Demokraten ihren Parteitag zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Das Treffen in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin solle nun in der am 16. August beginnenden Woche stattfinden, teilte die Oppositionspartei mit. Ursprünglich sollte der Parteitag mit tausenden Delegierten vom 13. bis 16. Juli ausgetragen werden. Das Kandidatenrennen bestreiten inzwischen nur noch Ex-Vizepräsident Joe Biden und der linksgerichtete Senator Bernie Sanders. Wahlkampf und Vorwahlen sind aber faktisch zum Erliegen gekommen. (12/nlg/3-4-20.)

6. Extremabenteurer und Aktivist Nehberg gestorben
Der deutsche Extremabenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg ist 84-jährig gestorben. Seit Anfang der 70er Jahre hatte er mit seinen spektakulären Aktionen als Überlebenskünstler immer wieder für Aufsehen gesorgt. Er überquerte den Atlantik auf einem Baumstamm, einem Tretboot und einem Floß und kämpfte sich monatelang allein und ohne Ausrüstung durch Regenwald und Wüste, erst als Abenteurer, später als Menschenrechtsaktivist. Sein Einsatz galt vor allem dem indigenen Volk der Yanomami in Brasilien und dem Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Frauen. (12/nlg/3-4-20.)

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domenica 29 marzo 2020

Glossario Nachrichten: Fonti e Abbreviazioni.

Glossar

Begriffe aus der Nachrichtensprache -

lgn-20: Donnerstag, 27. februar 2020.

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Donnerstag, 27. Februar 2020.
–20.–20/lgn/27-2-20.
Indici: - Trump, Coronavirus 1 - US 2 - Israel, Deutschland 3 - Maas, Libyen 4 - Tunesien 5 - Griechenland 6 -
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Nachrichten von Donnerstag, 27.02.2020 –

1. Trump sieht nur "sehr geringes" Coronavirus-Risiko
Nach dem Einbruch der Aktienmärkte und Warnungen der Gesundheitsbehörden vor einer Ausbreitung des Coronavirus in den USA, versucht Präsident Donald Trump zu beschwichtigen. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering", es gebe keinen Grund zur Panik, betonte er vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA seien sehr gut vorbereitet. Trump ernannte seinen Vizepräsidenten Mike Pence zum Sonderbeauftragten im Kampf gegen COVID-19. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bislang 15 bestätigte Neuinfektionen im Land. (–20/lgn/27-2-20.)

2. Schlag gegen Rechtsterrorismus in den USA
In den USA sind vier mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung "Atomwaffen Division" festgenommen worden. Die Männer sollen sich verschworen haben, um Juden und andere Minderheiten sowie investigative Journalisten zu bedrohen und zu terrorisieren, wie das Justizministerium mitteilte. Sie sind zwischen 20 und 24 Jahre alt und werden nun in Seattle im Bundesstaat Washington unter Anklage gestellt. Die "Atomwaffen Division" gilt als extrem fanatisch und gewaltbereit. Sie wird mit mehreren Morden und Anschlagsplanungen in den vergangenen Jahren in den USA in Verbindung gebracht. (–20/lgn/27-2-20.)

3. Israels Botschafter sieht Deutschlands Demokratie in Gefahr
Nach dem rechtsterroristischen Anschlag im hessischen Hanau vor einer Woche macht sich Israels Botschafter in Deutschland Sorgen um die Demokratie im Land. Keine demokratische Gesellschaft könne überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt würden, sagte Jeremy Issacharoff der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine offene Gesellschaft könne viele Dinge tolerieren, aber niemals Gewalt. Issacharoff appellierte an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. Mehr Sicherheit könne nicht dadurch erreicht werden, dass Menschen ihre Identität, ihre Religion verheimlichten. (–20/lgn/27-2-20.)

4. Maas droht Waffenlieferanten im Libyen-Konflikt
Außenminister Heiko Maas hat den Staaten, die trotz des UN-Verbots weiter Waffen und Kämpfer nach Libyen schicken, mit Konsequenzen gedroht. Insbesondere diejenigen Länder, die sich im Januar beim Berliner Libyen-Gipfel zu dem seit 2011 bestehenden Waffenembargo bekannt hätten, müssten sich bei Verstößen verantworten, forderte der SPD-Politiker in New York. Er nahm an einer Sitzung des Weltsicherheitsrats zum Libyen-Konflikt teil. UN-Generalsekretär António Guterres nannte ausdrücklich die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Russland und die Türkei. Er sprach von einem Skandal. (–20/lgn/27-2-20.)

5. Neue Regierung in Tunesien
Knapp fünf Monate nach der Parlamentswahl und einer schwierigen Suche hat Tunesien eine neue Regierung. Das Parlament sprach dem Kabinett von Elyes Fakhfakh Donnerstagfrüh das Vertrauen aus. Wie die Nachrichtenagentur TAP berichtete, stimmten 129 Abgeordnete für die Regierung, 77 dagegen, einer enthielt sich. Vor gut einem Monat hatte Präsident Kais Saied den früheren Minister Elyes Fakhfakh, der die Ressorts Finanzen und Tourismus leitete, mit der Regierungsbildung beauftragt. (–20/lgn/27-2-20.)

6. Gewalt bei Protesten auf griechischen Inseln
Auf mehreren griechischen Ägäis-Inseln sind die Proteste gegen den Bau neuer Flüchtlingslager eskaliert. Auf Lesbos gab es Verletzte, als Demonstranten Polizisten mit Steinen bewarfen und diese mit Tränengas, Blendgranaten und dem Einsatz von Gummigeschossen reagierten. Auch auf Chios griffen Demonstranten Polizeibeamte an. Zeugen sprachen von einer kriegsähnlichen Situation. Auf fünf Inseln sind derzeit mehr als 38.000 Asylsuchende in völlig überfüllten Lagern untergebracht. Die griechischen Bewohner fürchten um ihre Sicherheit und Gesundheit. (–20/lgn/27-2-20.)

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lgn-19: Freitag, 28. Februar 2020

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Freitag, 28. Februar 2020.
–19. –19/nlg/28-2-20.
Indici: NATO, Idlib - Maas, Syrien 2 - Coronavirus, Deutschland 3 - Israel 4 - Gent 5 - Fußball 6 - 
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Nachrichten von Freitag, 28.02.2020 –

1. NATO-Sondertreffen nach Eskalation in Idlib
Nach der Eskalation des Konflikts zwischen der Türkei und Syrien kommt der Nordatlantikrat der NATO an diesem Freitag zu einem Sondertreffen zusammen. Die Türkei bat um dieses Treffen auf Grundlage des Artikels 4 des NATO-Vertrags. Dieser sieht Beratungen vor, wenn ein Mitgliedsstaat die Unversehrtheit seines Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sieht. Am Donnerstag waren bei einem syrischen Luftangriff in der Provinz Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet worden. Ankara machte die syrische Regierung verantwortlich und startete Vergeltungsangriffe. (–19/nlg/28-2-20.)

2. Maas spricht von Kriegsverbrechen in Syrien
Angesichts der Eskalation der Gewalt in Idlib hat Bundesaußenminister Heiko Maas das Vorgehen der syrischen Armee und Russlands als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Die Konfliktparteien hätten die Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schützen. Stattdessen bombardierten sie zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen, sagte Maas vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus würden niemanden von der Einhaltung des humanitären Völkerrechts freisprechen. Der SPD-Politiker verlangte nochmals eine sofortige Waffenruhe. (–19/nlg/28-2-20.)

3. Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt in Deutschland
Das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus. Im Laufe des Donnerstags wurden mindestens 22 neue Fälle nachgewiesen. So gibt es jetzt 14 neue Infektionen in Nordrhein-Westfalen, vier in Baden-Württemberg und jeweils einen in Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen. In Hamburg erkrankte ein Kinderarzt am Universitätsklinikum Eppendorf. Der Krisenstab der Bundesregierung berät an diesem Freitag über weitere Vorkehrungen. Dabei geht es auch darum, wie mit Großveranstaltungen - wie der Reisemesse ITB in der nächsten Woche in Berlin - umgegangen werden soll. (–19/nlg/28-2-20.)

4. Israel plant 1800 Siedlerwohnungen im Westjordanland
Israel hat den Bau von fast 1800 Wohnungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Die zuständige Behörde habe vier Tage vor der Parlamentswahl Bauplänen in zehn Siedlungen zugestimmt, teilte die Friedensorganisation Peace Now mit. Mehr als 90 Prozent davon lägen tief im Inneren des Westjordanlands, in Gebieten, die von den Palästinensern als Teil eines künftigen Staates beansprucht werden. Peace Now kritisierte, die rechts-religiöse Übergangsregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle sich damit die Unterstützung rechter Wähler sichern. (–19/nlg/28-2-20.)

5. Metallica sind Namenspaten für Tiefseekrebs
Ein neu entdeckter Tiefseekrebs ist nach der Heavy-Metal-Band Metallica benannt worden. Forscher vom Senckenberg Forschungsinstitut und der Universität Gent gaben der wurmartigen Krebsart den Namen Macrostylis metallicola. Die Tiere leben am Meeresboden zwischen Mexiko und Hawaii. Dort werden Untersuchungen für zukünftigen Manganabbau durchgeführt. Der bis zu 6,5 Millimeter lange Krebs lebt in einer Tiefe von rund 5000 Metern. Manganknollen enthalten neben den Bestandteilen Mangan und Eisen auch Elemente wie Kupfer, Kobalt sowie seltene Erden. Umweltschützer befürchten, dass der Abbau Ökosysteme und ganze Arten zerstören könnte. (–19/nlg/28-2-20.)

6. Leverkusen und Wolfsburg im Europa-League-Achtelfinale
Die Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg stehen im Achtelfinale der Europa League. Leverkusen gewann 3 zu 1 beim FC Porto, die Niedersachsen siegten 3 zu 0 bei Malmö FF. Das Zwischenrunden-Rückspiel von Eintracht Frankfurt bei RB Salzburg ist wegen einer Orkanwarnung vom Donnerstagabend um 21 Stunden auf diesen Freitagabend verschoben worden. (–19/nlg/28-2-20.)


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lgn-18: Samstag, 29. Februar 2020.

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Samstag, 29. Februar 2020.
–18. –18/lgn/29-2-20.
Indice: WHO 1 - Türkei, Syrien, UN 2 - US, Taliban 3 - Malaysia 4 - Slowakei  5 - Luxemburg 6 -
Glossar → A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y -  Z -

Nachrichten von Samstag, 29.02.2020 –

1. WHO setzt Corona-Risiko auf höchstes Niveau
Angesichts der wachsenden Zahl von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Risikobewertung verändert. Sie erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Verbreitung des Virus von hoch auf sehr hoch, die höchstmögliche Stufe. Noch aber sei der Kampf gegen die weltweite Ausbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 nicht verloren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Inzwischen wurden laut dem in Deutschland für die Seuchenbekämpfung zuständigen Robert Koch-Institut in über 50 Ländern etwa 83.000 Infektionen gezählt, rund 1000 mehr als am Vortag. (–18/lgn/29-2-20.)

2. Türkei droht Syrien im UN-Sicherheitsrat
Nach dem Tod von mehr als 30 türkischen Soldaten bei einem Luftangriff der syrischen Armee in der Provinz Idlib hat Ankara bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates weitere Vergeltungsschläge angekündigt. Die Türkei wolle keinen Krieg, werde aber nicht zögern, Gewalt anzuwenden, wenn ihre Sicherheit bedroht sei, sagte UN-Botschafter Feridun Sinirlioglu mit Blick auf die syrische Armee und Machthaber Bashar al-Assad. Sinirlioglu nahm als Gast an der Sitzung teil, da die Türkei nicht Mitglied des höchsten UN-Gremiums ist. Die USA sicherten der Türkei "volle Rückendeckung" zu. (–18/lgn/29-2-20.)

3. USA und Taliban unterzeichnen Abkommen über Wege zu Frieden
Die USA und die islamistischen Taliban wollen an diesem Samstag ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan und den Abzug der US-Truppen aus dem Land unterzeichnen. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Unterzeichnung der Vereinbarung bevorstehe. Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie in Doha teilnehmen. In dem Abkommen sind auch Garantien für Friedensgespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung geregelt. Washington hatte als Voraussetzung für den Vertrag eine siebentägige Phase der Gewaltreduzierung verlangt, die weitestgehend eingehalten wurde. (–18/lgn/29-2-20.)

4. Ältester Regierungschef der Welt will nochmal antreten
Malaysias Regierungschef Mahathir Mohamad will sich um eine dritte Amtszeit bewerben. Der 94-Jährige sagte, er sei zuversichtlich, die notwendigen Stimmen für eine Mehrheit im Parlament zu erhalten. Mahathir hatte am vergangenen Montag zunächst überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er wurde dann aber vom König zum Interimsregierungschef ernannt. Beobachter spekulieren, dass Mahathir so verhindern wollte, dass sein ehemaliger Bündnispartner Anwar Ibrahim an die Macht kommt. Die beiden hatten nach der Wahl 2018 vereinbart, dass Anwar nach zwei Jahren das Amt des Premiers übernehmen solle. (–18/lgn/29-2-20.)

5. Spannende Parlamentswahl in der Slowakei
In der Slowakei sind rund vier Millionen Bürger dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Umfragen zufolge muss die bisherige Drei-Parteien-Koalition aus Sozialdemokraten, Nationalisten und Vertretern der ungarischen Volksgruppe um ihre Mehrheit bangen. Die Regierung steht seit zwei Jahren in der Kritik. Auslöser ist der mutmaßliche Auftragsmord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und dessen Frau. Als Favorit bei der Wahl gilt die rechtskonservative Protestpartei Olano von Igor Matovic. Bei einem Wahlsieg wäre der Medienunternehmer aber auch auf Koalitionspartner angewiesen. (–18/lgn/29-2-20.)

6. Bus und Bahn in Luxemburg für Nutzer kostenfrei
Als erstes Land der Welt führt Luxemburg von heute an den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ein. Mit Ausnahme der ersten Klasse in der Bahn und bei einigen Nachtbussen muss künftig niemand mehr für eine Fahrt mit Bus, Bahn oder Straßenbahn zahlen. Gleichzeitig sollen Bus- und Bahnlinien ausgebaut werden. Der Einnahmeausfall in Höhe von jährlich 41 Millionen Euro soll über Steuern ausgeglichen werden. Das Großherzogtum will mit dem kostenlosen Beförderungsangebot die Menschen dazu bringen, stärker als bisher auf ihr Auto zu verzichten. (–18/lgn/29-2-20.)


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lgn-17: Montag, 2. März 2020

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Montag, 2. März 2020.
–17. /lgn/2-03-20.
Testo: §§/chiavi - EU 1 - China 2 - US  3 - Irak 4 - Nicaragua 5 -

Nachrichten von Montag, 2.03.2020 –

1. Frontex erwartet "massiven Strom" an Flüchtlingen
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex geht einem Medienbericht zufolge für die kommenden Tage von einer weiteren Zuspitzung der Lage an den EU-Grenzen zur Türkei aus. In einem vertraulichen Bericht der Behörde für die politischen Entscheidungsträger in der Europäischen Union (EU) sei von "Massenmigrationsströmen nach Griechenland" die Rede, zitiert die Tageszeitung "Die Welt". Es werde schwierig sein, den massiven Strom von Menschen, die sich auf die Reise gemacht haben, zu stoppen. Am Samstag hatte die Türkei ungeachtet des bestehenden Abkommens ihre Grenzen zur EU geöffnet. Nach UN-Angaben haben sich an den türkisch-griechischen Grenzübergängen daraufhin mindestens 13.000 Menschen versammelt. (–17/lgn/2-3-20.)

2. Coronavirus fordert weltweit mehr als 3000 Opfer
Während die Zahl der neuen Erkrankungen in China langsam abnimmt, breitet sich die Lungenkrankheit in anderen Teilen der Welt rasant aus. Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist weltweit auf über 3000 gestiegen. Zu den bestätigten 2980 Opfern kamen am Montag 42 weitere Todesopfer aus China hinzu. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Erkrankungen weltweit stieg auf fast 89.000. Am stärksten betroffen sind China und Südkorea. In Deutschland sind mittlerweile in 10 der 16 Bundesländer Infektionen nachgewiesen. Am Abend wurde der erste nachgewiesene Fall in Berlin bekannt. (–17/lgn/2-3-20.)

3. Buttigieg scheidet aus US-Präsidentschaftsrennen aus
Der Politiker Pete Buttigieg ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten ausgestiegen. Das gab der 38-Jährige in der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana bekannt, wo er acht Jahre Bürgermeister war. Buttigieg war bei der jüngsten Vorwahl am Samstag in South Carolina mit nur acht Prozent der Stimmen auf dem vierten Platz gelandet. Die dortige Wahl gewann der frühere Vizepräsident Joe Biden. Der Ex-Bürgermeister vertritt wie Biden den moderat-pragmatischen Flügel der Demokratischen Partei. (–17/lgn/2-3-20.)

4. Allawi scheitert mit Regierungsbildung im Irak
Der irakische Ex-Minister Mohammed Allawi hat nach wochenlangen Verhandlungen seine Versuche einer Regierungsbildung aufgegeben. Dies teilte er in einer TV-Ansprache mit. Allawi war es nicht gelungen, für seinen Kabinettsvorschlag genügend Rückhalt im Parlament in Bagdad zu bekommen. Auch kam es immer wieder zu Protesten gegen den Politiker, weil er als Repräsentant der alten Eliten betrachtet wird. Durch den Rückzug wird die seit Monaten andauernde Regierungskrise im Irak weiter verschärft. Staatschef Barham Saleh hat nun zwei Wochen Zeit, einen anderen möglichen Regierungschef zu benennen. (–17/lgn/2-3-20.)

5. Nicaraguanischer Befreiungstheologe Ernesto Cardenal gestorben
Ernesto Cardenal, Dichter, Befreiungstheologe und ehemaliger nicaraguanischer Kultusminister, ist tot. Nach Medienberichten starb er im Alter von 95 Jahren in Managua an den Folgen eines Nieren- und Herzversagens. Cardenal war als scharfer Kritiker des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega bekannt. Wegen seiner politischen Aktivitäten verbot die Katholische Kirche dem Theologen mehr als drei Jahrzehnte die Tätigkeit als Priester. Cardenal war bis ins hohe Alter als Schriftsteller aktiv. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter 1980 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. (–17/lgn/2-3-20.)

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lgn-16: Dienstag, 3. März 2020

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Dienstag, 3. März 2020.
–16./lgn/3-03-20.
Testo: §§/chiavi - Israel 1 - Türkei, Deutschland 2 - Afghanistan 3 - WHO, China 4 - US, China 5 - US 6 - |

Nachrichten von Dienstag, 3.03.2020 –

1. Netanjahu nach Auszählungsbeginn klar vor Gantz
Nach Beginn der Auszählung der Parlamentswahl in Israel liegt der Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar in Führung. Die rechtskonservative Partei erhielt knapp 30 Prozent der Stimmen, wie das Zentrale Wahlkomitee mitteilte. Das Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Benny Gantz kommt demnach auf knapp 24 Prozent. Netanjahus rechts-religiöses Lager würde damit insgesamt 59 Sitze erzielen, das Mitte-Links-Lager von Gantz maximal 55. Für eine Regierungsmehrheit sind aber mindestens 61 von 120 Parlamentsmandaten notwendig. Es war bereits die dritte Wahl in Israel binnen eines Jahres. (–16/nlg/3-3-20.)

2. Erdogan fordert in Telefonat mit Merkel "Lastenteilung" in Flüchtlingskrise
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine "Lastenteilung" angemahnt, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Nach Angaben der türkischen Präsidentschaft setzte er sich für eine "gerechte Aufteilung der Last und der Verantwortung gegenüber Migranten" zwischen der EU und der Türkei ein. Zugleich lehnte er eine angebotene EU-Flüchtlingshilfe von einer Milliarde Euro ab. Am Samstag hatte die Türkei ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge geöffnet. Seither versuchten tausende Menschen, die Grenze zu Griechenland zu überqueren. (–16/nlg/3-3-20.)

3. Taliban kündigen Angriffe auf afghanische Streitkräfte an
Zwei Tage nach der Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA haben die radikal-islamischen Taliban ihre Waffenruhe gegenüber den afghanischen Sicherheitskräften aufgekündigt. Das Abkommen mit den USA beziehe sich nur auf ausländische Truppen, sagte ein Sprecher der Miliz in Kabul. Nach Militär-Angaben griffen Aufständische derweil Armeestellungen im Nordwesten des Landes an. Mindestens ein Soldat wurde getötet. Zuvor waren bei einem Anschlag auf ein Fußballspiel in der ostafghanischen Stadt Chost drei Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannte sich bislang niemand. (–16/nlg/3-3-20.)

4. WHO: Zahl der Neuinfektionen in anderen Ländern fast neunmal höher als in China
Das Coronavirus verbreitet sich deutlich rascher außerhalb Chinas als in seinem Ursprungsland. Binnen 24 Stunden seien fast neunmal so viele Neuinfektionen aus anderen Ländern wie in China gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Infizierte gibt es nun in über 70 Ländern, die Zahl der Toten stieg weltweit auf über 3080. Die Epidemie erreicht auch Metropolen wie New York und Moskau. In der EU wird das Ansteckungsrisiko als "moderat bis hoch" eingestuft. In Deutschland stieg die Zahl der Infektionen auf 170. Erstmals wurden Fälle in Brandenburg, Thüringen und Sachsen gemeldet. (–16/nlg/3-3-20.)

5. US-Regierung geht härter gegen Chinas Staatsmedien vor
Die USA verschärfen ihre Gangart im Umgang mit den Ablegern der chinesischen Staatsmedien in den Vereinigten Staaten. Das Außenministerium verfügte eine Personal-Obergrenze für fünf Presseorgane. Diese dürfen nur noch etwa 100 statt bisher 160 Chinesen beschäftigen, wie US-Medien berichten. Dies sei eine Reaktion auf die "andauernde Einschüchterung und Schikane" ausländischer Journalisten in China, erklärte Außenminister Mike Pompeo. Ein Vertreter des Ministeriums sagte, ein "ziemlich ungeheuerliches" Beispiel dafür sei die Ausweisung von drei Journalisten des "Wall Street Journal". (–16/nlg/3-3-20.)

6. US-Präsidentschaftsbewerber Biden geht gestärkt in "Super Tuesday"
Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geht gestärkt in den Wahltag "Super Tuesday". Der frühere Vizepräsident erhielt nach seinem Vorwahlerfolg in South Carolina die Unterstützung der Senatorin Amy Klobuchar, die aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten ausstieg. Medienberichten zufolge will sich auch Ex-Bewerber Pete Buttigieg hinter Biden stellen. Favorit am Super-Dienstag ist aber der linksgerichtete Senator Bernie Sanders. Dann laufen in 14 Bundesstaaten Vorwahlen, vergeben werden rund ein Drittel aller 3979 Delegiertenstimmen zur Wahl des Kandidaten. (–16/nlg/3-3-20.)

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