martedì 31 marzo 2020

Verschiebung


Verschiebung

s.f. (-, -en)
1 (Verlagerung) spostamento m.
2 (Aufschub) rinvio m., differimento m., spostamento m., slittamento m.
3 (pop) (Schmuggel) vendita f. di contrabbando.
4 (Geol) dislocazione f., deriva f.
5 (Inform) rilocazione f.
Debatte um Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio.

Belastung

Belastung

s.f. (-, -en)
1 (Belasten) caricamento m.
2 (Last) carico m., peso m.
3 (fig) (Druck) oppressione f., peso m.
4 (Comm) addebito m.: die Belastung eines Kontos l'addebito di un conto.
5 (Dir) incriminazione f.
6 (Mecc) carico m.
7 (Umwelt) inquinamento m.

abschieben

ab|schieben

v.irr.
I tr.
1 (wegschieben) scostare (spingendo): den Tisch von der Wand abschieben scostare il tavolo dal muro.
2 (fig,colloq) (zurückweisen) allontanare, sbarazzarsi di.
3 (ausweisen) rimpatriare, espellere.
II intr. (aus. sein)
(colloq) (weggehen) andarsene: beleidigt abschieben andarsene offeso.

Absatz

Absatz

s.m. (-es, ...sätze)
1 (Calz) tacco m.
2 (Tip) (Zeileneinrücken) capoverso m.: einen Absatz machen andare a capo.
3 (Tip) (Abschnitt) capoverso m., paragrafo m.
4 (Tip) (in Gesetzen) capoverso m., comma m.
5 (Vorsprung) aggetto m., sporgenza f.
6 (Comm) smercio m., vendita f.
7 (Ablagerung) deposito m.

verringern

verringern

v.
I tr.
1 (reduzieren) diminuire, ridurre: auf ein Mindestmaß verringern ridurre al minimo.
2 (herabsetzen) ridurre, abbassare: die Geschwindigkeit verringern ridurre la velocità, rallentare.
II prnl. sich verringern
1 (kleiner werden) diminuire, ridursi.
2 (sinken) calare, scendere, abbassarsi.

hinsetzen


hin|setzen

v.
I tr.
mettere lì, porre lì.
II prnl. sich hinsetzen
sedersi, mettersi a sedere. 
• Manchmal möchte ich mich einfach mit einem guten Buch hinsetzen
- Sometimes I just like to sit down with a good book. (tlde)

Vergebung


Vergebung

s.f. (-, -en)
1 (Verzeihung) perdono m.: um Vergebung bitten chiedere perdono.
2 (Erlass) remissione f.
3 (esclam) perdono m.
4 (in Bez. auf Arbeiten) appalto m.
5 (estens) (Vergabe) aggiudicazione f.
• Es ist einfacher um Vergebung als um Erlaubnis zu bitten.
– It's easier to ask for forgivenes than permission (tlde). 

lgn20: Sonntag ,12. April 2020-

B. Home. DW. lgn. Lektion  1921.
Der Tag, Sonntag 12. April 2020.
20./lgn/12-4-20.
Testo: §§ - China 1 - US 2 - Italien 3 - Nigeria 4 - US 5 - Deutschland 6 - Nord Korea 7 -

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lgn19: Samstag, 11. April 2020

B. Home. Lektion  1820.
Samstag, 11 April 2020.
19./lgn/11-04-20.
Testo: §§ - US 1 - US 2 - Italien 3 - Deutschland 4 - Vatikan 5 - US, Irak, Liban 6 - US 7 -

Nachrichten von Samstag, 11.04.2020

1. Mehr als 2000 Corona-Tote in den USA
In den USA sind innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete zwischen Donnerstag- und Freitagabend (Ortszeit) 2108 Todesopfer. Das ist der höchste Anstieg binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie. (19/lgn/11-4-20.)

2. Trump spricht von größter Entscheidung seines Lebens
Die Coronavirus-Pandemie stellt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor die größte Entscheidung seines Lebens. Es werde eine bedeutende Entscheidung sein, wann und wie das Land wieder zur Normalität zurückkehren könnte, machte Trump vor Journalisten im Weißen Haus deutlich. Der Präsident kündigte an, voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über die Öffnung des Landes beraten soll. Falls die Ausgangsbeschränkungen wie geplant nach nur 30 Tagen aufgehoben werden, rechnen die Gesundheitsbehörden laut "New York Times" mit bis zu 200.000 Corona-Toten. (19/lgn/11-4-20.)

3. Italien verlängert Ausgangssperre
Die italienische Regierung verlängert die wegen der Corona-Pandemie verhängte strikte Ausgangssperre um drei Wochen bis zum 3. Mai. Regierungschef Giuseppe Conte sprach in einer Fernsehrede von einer schwierigen, aber notwendigen Entscheidung. Wirtschaftsverbände hatten zuvor einen Kurswechsel gefordert und vor den ökonomischen Folgen des Stillstands im Land gewarnt. Italien zählt zu den schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern weltweit. Fast 148.000 Menschen steckten sich dort mit dem Virus an. 18.849 Infizierte starben - so viele wie in keinem anderen Land der Erde. (19/lgn/11-4-20.)

4. Bundespräsident Steinmeier hält außerordentliche Fernsehansprache
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich an diesem Samstag in einer Fernsehansprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie äußern. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht. Normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten. Steinmeier hatte zuletzt mehrfach in Videobotschaften zu Zusammenhalt und Geduld angesichts der verordneten Beschränkungen aufgerufen. (19/lgn/11-4-20.)

5. Papst betet Kreuzweg ohne Pilger
Papst Franziskus hat am Karfreitagabend den traditionellen Kreuzweg in Erinnerung an das Leid von Jesus Christus gebetet. Wegen der Corona-Pandemie fand die Feier nicht am römischen Kolosseum, sondern auf dem nahezu menschenleeren Petersplatz statt. Die Texte für die 14 Stationen des Kreuzwegs stammen von Insassen und Mitarbeitern der Haftanstalt "Due Palazzi" in Padua. Der 83-jährige Franziskus verfolgte die Meditationen von den Stufen des Petersdoms aus. Wegen COVID-19 begeht der Papst sämtliche Osterfeierlichkeiten weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Fernsehsender übertragen live. (19/lgn/11-4-20.)

6. Zehn Millionen Dollar für Informationen über Hisbollah-Kommandeur
Die USA haben eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Informationen über den Hisbollah-Kommandeur Scheich Mohammed al-Kautharani im Irak ausgesetzt. Kautharani habe teilweise die politische Koordination der mit dem Iran verbündeten paramilitärischen Gruppen im Irak übernommen, erklärte das Außenministerium in Washington. Der Libanese Kautharani fördere die Taten von Gruppen, die außerhalb der Kontrolle der irakischen Regierung stünden, ausländische diplomatische Vertretungen angriffen und Teil der organisierten Kriminalität seien. (19/lgn/11-4-20.)

7. Versteigerung eines Beatles-Liedtextes bringt mehr als erwartet
Der Liedtext für den Beatles-Hit "Hey Jude", von Paul McCartney handgeschrieben, ist in den USA für mehr als 900.000 Dollar versteigert worden. Das Manuskript war auf 160.000 Dollar geschätzt worden, wie das Auktionshaus Julien's Auctions in Beverly Hills mitteilte. Der Text wurde von den Beatles 1968 bei der Aufnahme des Klassikers in den Londoner Trident Studios benutzt. McCartney schrieb das Stück nach der Scheidung von John Lennon und dessen Frau Cynthia für den Sohn der beiden. Der Titel lautete ursprünglich "Hey Jules" und sollte den Jungen über die Trennung seiner Eltern hinwegtrösten. (19/lgn/11-4-20.)

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lgn18: Freitag, 10. April 2020

B. Home. Lektion  1719.
Freitag, 10-4-2020.
18./lgn/10-04-20.
Testo: §§ - EU 1 - OPEC 2 - UN 3 - US 4 - US 5 - Vatikan 6 - Lampedusa 7 -

Nachrichten von Freitag, 10.04.2020

1. EU einigt sich auf Hilfspaket von einer halben Billion Euro
Die europäischen Finanzminister haben sich nach den zähen Verhandlungen der vergangenen Tage auf ein 500 Milliarden Euro schweres Corona-Rettungspaket verständigt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz erläuterte in Berlin, dieses umfasse drei Punkte - Kredite der Förderbank EIB für kleine und mittelständische Unternehmen, ein europäisches Kurzarbeitergeld sowie vorsorgliche Kreditlinien aus dem Rettungsfonds ESM für schwächelnde Länder. Scholz sprach von einem "großen Tag europäischer Solidarität". Von den Soforthilfen dürften vor allem Italien und Spanien profitieren. (18/lgn/10-4-20.)

2. Große Ölförderländer vereinbaren drastische Senkung der Produktion
Die meisten der weltgrößten Ölförderländer haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine drastische Senkung der Produktion geeinigt, um den Verfall des Ölpreises zu stoppen. Der Deal ist nach Angaben der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) aber noch nicht in trockenen Tüchern. Damit er in Kraft treten kann, muss Mexiko zustimmen. Vorgesehen ist, die Produktion im Mai und Juni um zehn Millionen Barrel pro Tag zu senken. Der Ölpreis war zuletzt wegen der Corona-Krise und des Preiskrieges zwischen Russland und Saudi-Arabien zeitweise auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren gesunken. (18/lgn/10-4-20.)

3. Guterres warnt vor Pandemien durch Bioterroristen
UN-Generalsekretär António Guterres befürchtet, dass Bioterroristen künftig Anschläge verüben könnten, um eine Pandemie auszulösen. Bei einem virtuellen Treffen des Weltsicherheitsrats verwies Guterres zur Begründung auf die Schwächen und mangelhafte Vorbereitung, die durch die derzeitige Pandemie offengelegt worden seien. Gleichzeitig appellierte der UN-Chef eindringlich an den Sicherheitsrat, Geschlossenheit in der weltweiten Corona-Krise zu demonstrieren. Er bezeichnete das Vorgehen gegen die Pandemie als "Kampf einer Generation". (18/lgn/10-4-20.)

4. Mehr als zwei Millionen Corona-Tests in den USA
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump bereits mehr als zwei Millionen Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet. "Wir haben das beste Test-System in der ganzen Welt", lobte Trump die Politik seiner Regierung. Gouverneure einiger Bundesstaaten beklagen jedoch, dass es in dem Land mit 330 Millionen Einwohnern immer noch nicht genug Tests gebe. Die Johns-Hopkins-Universität meldet bisher mehr als 465.000 bestätigte Infektionen. Rund 16.600 Menschen starben an COVID-19, davon 1783 innerhalb der letzten 24 Stunden.

5. Trump kündigt Rettungsplan für US-Fluglinien an
US-Präsident Donald Trump hat in Aussicht gestellt, dass seine Regierung am Osterwochenende einen Rettungsplan für die einheimischen Fluglinien vorlegen könnte, die die Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen hat. Es werde ein "sehr großes" Hilfspaket sein, sagte Trump. Die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den Flugverkehr einbrechen lassen. Die US-Fluglinien sind deshalb nach Ansicht vieler Experten auf rasche Staatshilfen angewiesen. Aus Branchenkreisen verlautet, die Regierung erwäge eine befristete Staatsbeteiligung an den Unternehmen American Airlines, Delta, Southwest und United. (18/lgn/10-4-20.)

6. Papst eröffnet Osterfeiern im leeren Petersdom
Im weitgehend leeren Petersdom hat Papst Franziskus die Gründonnerstagsmesse zum Gedenken an das letzte Abendmahl von Jesus Christus gefeiert. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren nur ganz wenige Gläubige zugelassen. Der Vatikan übertrug die Zeremonie als Livestream im Internet. Franziskus erinnerte in seiner Predigt an Geistliche, Ärzte und Pfleger, die in Zeiten von Corona Großes leisteten. Besonders erwähnte er diejenigen, die an COVID-19 gestorben waren. Auch die traditionelle Kreuzweg-Prozession am Karfreitag findet ohne Pilger statt. Sie wurde vom Kolosseum auf den Petersplatz verlegt. (18/lgn/10-4-20.)

7. Lage auf "Alan Kurdi" spitzt sich zu
Die Situation auf dem Rettungsschiff "Alan Kurdi" im Mittelmeer wird immer prekärer. Kapitänin Bärbel Beuse bat die italienische Rettungsleitstelle um Treibstoff sowie um Nahrungsmittel und Medikamente für die 150 Migranten an Bord, wie der Sprecher der Organisation Sea-Eye mitteilte. Die "Alan Kurdi" ist in der Nähe der Insel Lampedusa. Das unter deutscher Flagge fahrende Schiff hatte die Migranten am Montag vor Libyen aufgenommen. Die italienische Regierung will wegen der Corona-Pandemie die Menschen nicht an Land lassen und forderte Deutschland zum Handeln auf. (18/lgn/10-4-20.)

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lgn17: Donnerstag, 9. April 2020

B. Home. Lektion  1618.
Donnerstag, 9-4-2020.
17./lgn/09-04-20.
Testo: §§ - Deutschland 1 - Frankreich 2 - EU 3 - US 4 - Afrika 5 - Oxfam 6 - Saudi Arabien, Jemen  7 -

Nachrichten von Donnerstag, 9.04.2020

1. Wieder stärkerer Anstieg von Corona-Fällen in Deutschland
Den dritten Tag in Folge hat es wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland gegeben als am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind derzeit 108.202 Menschen mit dem Virus infiziert. Das ist eine Zunahme von 4974 Fällen. Zuletzt hatte sich der Anstieg im Vergleich zum jeweiligen Vortag verlangsamt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, die Entwicklung während der Osterfeiertage sei entscheidend für das weitere Vorgehen. Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn angesichts erster Erfolge im Kampf gegen die Pandemie eine Lockerung der Einschränkungen nach Ostern angedeutet. (17./lgn/09-04-20.)

2. Frankreich verlängert Ausgangssperre über 15. April hinaus
Frankreich wird nach Angaben des Élysée-Palasts die strikte Ausgangssperre im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie über den 15. April hinaus verlängern. Wie ein Sprecher weiter mitteilte, will sich Staatschef Emmanuel Macron am Ostermontag erneut in einer Rede an die Nation wenden und das weitere Vorgehen des Staates in der Krise erläutern. In Frankreich starben nach Angaben der Behörden in den vergangenen 24 Stunden weitere 541 Menschen in Krankenhäusern. Insgesamt gibt es bislang 10.869 Todesfälle. (17./lgn/09-04-20.)

3. EU-Kommission entwickelt Corona-Exit-Strategie
Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten strikten Auflagen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht aus dem Entwurf zur sogenannten Exit-Strategie hervor, der nächste Woche veröffentlicht werden soll. Zwischen den einzelnen Maßnahmen sollte ein Zeitraum von etwa einem Monat liegen, um die Wirkung zu beobachten, heißt es weiter. Ansammlungen von Menschengruppen sollten nur schrittweise wieder erlaubt werden. Nicht alle Beschäftigten dürften gleichzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren. (17./lgn/09-04-20.)

4. Wieder fast 2000 Corona-Tote in den USA
Die USA verzeichnen den zweiten Tag in Folge knapp 2000 Corona-Tote. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität starben bislang an der neuen Lungenkrankheit insgesamt mehr als 14.760 Menschen. Fast 432.000 Personen sind infiziert. US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Coronavirus-Pandemie überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, sagte Trump in seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Eigentlich wäre es schön, das Land "mit einem großen Knall" wieder zu öffnen, meinte er weiter. (17./lgn/09-04-20.)

5. Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliarden-Hilfen
Die Afrikanische Entwicklungsbank hat umgerechnet 9,2 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf dem Kontinent zur Verfügung gestellt. Die Bank werfe "ihr ganzes Gewicht" in die Waagschale, um Afrika in dieser schwierigen Zeit zu helfen, erklärte Bankchef Akinwumi Adesina in der Elfenbeinküste. Obwohl Afrika bislang weniger stark von der Pandemie betroffen ist als andere Weltregionen, gibt es große Sorgen, dass die überwiegend nur schwach entwickelten Gesundheitssysteme der Länder bei einer weiteren Ausbreitung des Virus rasch überfordert sein könnten. (17./lgn/09-04-20.)

6. Zusätzlich halbe Milliarde Menschen von Armut bedroht
Rund eine halbe Milliarde Menschen könnte im Zuge der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. Die sich rasch entfaltende Wirtschaftskrise sei schwerer als die globale Finanzkrise von 2008, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. (17./lgn/09-04-20.)

7. Saudische Militär-Allianz ruft Waffenruhe für Jemen aus
Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat für den Jemen eine zweiwöchige Feuerpause ausgerufen, um eine Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Die Waffenruhe soll an diesem Donnerstag um 11 Uhr MESZ beginnen, wie ein ranghoher saudischer Beamter in Riad mitteilte. Die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, haben auf die Ankündigung bislang nicht reagiert. Im Jemen sind offiziell noch keine Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet worden. Ein Ausbruch könnte verheerende Folgen haben, weil die medizinische Versorgung in dem bitterarmen Land extrem schlecht ist. (17./lgn/09-04-20.)
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lgn16: Mittwoch, 8. April 2020

BHome. Glossar1517.
Mittwoch, 8. April 2020.
16./lgn/8-4-20.
Testo: §§ - EU 1 - WHO 2 - US 3 - US 4 - Wuhan 5 - Deutschland 6 - Paraguay, Asunción 7 -   

Nachrichten von Mittwoch, 8.04.2020

1. EU-Gespräche zu Corona-Hilfen vertagt
Im Streit um ein umfangreiches Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister auch nach 16 Stunden Verhandlungen keinen Durchbruch erzielt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno auf Twitter mit. Man sei einem Kompromiss nahe gekommen, habe ihn aber noch nicht geschafft. Ziel bleibe ein starkes Sicherheitsnetz im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie. Es soll einen Umfang von rund 500 Milliarden Euro haben. Die schwierigste Hürde war nach Angaben von Teilnehmern der Unterredung immer noch der Streit über eine gemeinsame Schuldenaufnahme. (16/lgn/8-4-20.)

2. Trump droht WHO mit Beitragsstopp
US-Präsident Donald Trump droht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem Stopp der amerikanischen Beitragszahlungen. Vor Journalisten in Washington kündigte er an, die Zahlungen auszusetzen. Auf Nachfrage präzisierte er allerdings, er prüfe einen solchen Schritt. Ob er ihn auch umsetzt, wollte er nicht bestätigen. Stunden zuvor hatte Trump der WHO auf Twitter vorgeworfen, beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie "wirklich Mist gebaut" zu haben. Die Organisation werde zu großen Teilen von den USA finanziert, sei aber zu sehr auf China fokussiert und habe schlechte Ratschläge erteilt. (16/lgn/8-4-20.)

3. US-Marineminister tritt im Streit um Corona-Flugzeugträger zurück
Im Konflikt um die zahlreichen Coronavirus-Fälle auf dem US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" ist der amtierende Marineminister Thomas Modly zurückgetreten. Modly hatte am vergangenen Donnerstag den Kommandanten des Kriegsschiffes entlassen und später mit einer Ansprache an die Besatzung, in der er den Kapitän vulgär beschimpfte, Empörung ausgelöst. Kapitän Brett Crozier hatte angesichts von mehr als 150 Coronavirus-Infektionen auf der "Theodore Roosevelt" in einem Brandbrief an seine Vorgesetzten die Evakuierung des Flugzeugträgers mit 4800 Mann Besatzung gefordert. (16/lgn/8-4-20.)

4. Twitter-Gründer Dorsey spendet eine Milliarde Dollar
Twitter-Gründer Jack Dorsey spendet Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus. Der 43-Jährige kündigte per Tweet an, 28 Prozent seines Privatvermögens in einen entsprechenden Fonds zu stecken. Bei den Mitteln handelt es sich um Anteile an dem von Dorsey gegründeten und als Vorstandschef geführten Online-Bezahldienst Square. Nach Bekämpfung von COVID-19 solle das Geld in Gesundheits- und Bildungsprojekte zugunsten von Mädchen investiert werden, schrieb Dorsey. Der Internet-Unternehmer versprach Transparenz bei der Verwendung der Mittel. (16/lgn/8-4-20.)

5. Tausende Menschen verlassen Wuhan
76 Tage nach der Abriegelung der chinesischen Großstadt Wuhan wegen des Coronavirus haben die Behörden die Abschottung beendet. An diesem Mittwoch durfte das einstige Epizentrum der Virus-Pandemie erstmals wieder verlassen werden. Der Zugverkehr und die Autobahnen wurden freigegeben. Tausende Menschen nutzten die Gelegenheit und machten sich auf den Weg aus der zentralchinesischen Stadt. Das neuartige Coronavirus war Ende 2019 erstmals in Wuhan festgestellt worden. Am 23. Januar wurde die Stadt abgeriegelt. (16/lgn/8-4-20.)

6. Deutschland lässt Flüchtlingskinder kommen
Deutschland wird in einem ersten Schritt 50 unbegleitete Minderjährige aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Einen entsprechenden Beschluss will das Kabinett an diesem Mittwoch fassen, wie das Innenministerium in Berlin mitteilte. Darauf habe sich Ressortchef Horst Seehofer (CSU) mit Vertretern der Fraktionen von Union und SPD verständigt. Die Kinder und Jugendlichen sollten "nach Möglichkeit schon in der kommenden Woche" nach Deutschland gebracht werden, hieß es weiter. Nach zwei Wochen in Quarantäne würden sie auf verschiedene Bundesländer verteilt. (16/lgn/8-4-20.)

7. Ronaldinho gegen Kaution im Hausarrest
Der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldinho ist in Paraguay nach einem Monat aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. Der 40-Jährige, dem ein Prozess wegen der Einreise mit mutmaßlich gefälschten Pässen bevorsteht, wurde zusammen mit seinem Bruder Roberto de Assis Moreira in ein Hotel in der Hauptstadt Asunción gebracht. Beide stehen unter Aufsicht der Polizei und dürfen das Land nicht verlassen. Ihre Anwälte hatten zuvor eine Kaution von 1,6 Millionen US-Dollar (1,47 Millionen Euro) hinterlegt. (16/lgn/8-4-20.)
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lgn15: Dienstag, 7. April 2020

BHome. Glossar. Lektion  1416.
Dienstag, 7-4-2020.
15./lgn/07-04-20.
Testo: §§ - Großbritannien 1 - Dänemark 2 - WHO 3 - Austranien 4 - Polen 5 - Deutschland 6 - 

Nachrichten von Dienstag, 7.04.2020

1. Großbritannien bangt um Premier Johnson
Der britische Regierungschef Boris Johnson ist wegen seiner COVID-19-Erkrankung auf eine Intensivstation verlegt worden. Der Gesundheitszustand des 55-Jährigen habe sich im Laufe des Montags verschlechtert, teilte das Büro des Premierministers mit. Die Verlegung sei "vorsichtshalber" für den Fall erfolgt, dass Johnson beatmet werden müsse. Er sei bei Bewusstsein, hieß es aus London. Johnson hatte seine Coronavirus-Infektion Ende März öffentlich gemacht. Nach gut einer Woche in Quarantäne mit Fieber war der Premier am Sonntagabend in ein Krankenhaus gebracht worden. (15./lgn/07-04-20.)

2. Dänemark lockert erste Corona-Maßnahmen
Nach Österreich und Tschechien hat auch Dänemark angekündigt, seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie langsam wieder zu lockern. In einem ersten Schritt sollen Kindergärten und Grundschulen am 15. April geöffnet werden, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitteilte. Die Dänen sollten sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie noch über Monate wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen leben müssten. So blieben beispielsweise Restaurants, Bars, Friseursalons und Einkaufszentren vorerst noch geschlossen. (15./lgn/07-04-20.)

3. WHO fordert mehr Pflegepersonal
Angesichts der Corona-Pandemie und anderer Gesundheitskrisen verlangen die Vereinten Nationen eine zügige Aufstockung des Pflegepersonals. Weltweit fehlten rund 5,9 Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und sonstigen Einrichtungen, warnte die Weltgesundheitsorganisation in Genf. Pflegekräfte bildeten das Rückgrat jedes Gesundheitssystems, betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus anlässlich des Weltgesundheitstages an diesem 7. April. Im Kampf gegen die Atemwegserkrankung COVID-19 wirkten sie an der Frontlinie und riskierten ihr eigenes Leben. (15./lgn/07-04-20.)

4. Freispruch für australischen Kardinal Pell
Der wegen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilte Kardinal George Pell kommt überraschend auf freien Fuß. Das Oberste Gericht Australiens gab dem Berufungsantrag des 78-Jährigen statt. Es folgte damit den Argumenten der Verteidigung, die auf Schwächen in Zeugenaussagen verwiesen hatte. Dem ehemaligen Finanzchef des Vatikans war vorgeworfen worden, Mitte der 1990er-Jahre einen Chorknaben in der Kathedrale von Melbourne sexuell missbraucht und einen weiteren belästigt zu haben. (15./lgn/07-04-20.)

5. Sejm billigt Präsidentenwahl per Brief
In Polen hat das Parlament dem Vorschlag der nationalkonservativen Regierungspartei PiS zugestimmt, die Präsidentenwahl am 10. Mai als reine Briefwahl abzuhalten. Für einen entsprechenden Gesetzentwurf sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten aus. Die Opposition im Sejm und sogar politische Verbündete der PiS hatten vergebens eine Verschiebung der Wahl auf einen Zeitpunkt nach der Corona-Krise gefordert. Politische Beobachter sind der Ansicht, eine Abstimmung im Mai erhöhe die Wiederwahl-Chancen von Staatschef Andrzej Duda. Er führt derzeit in Umfragen. (15./lgn/07-04-20.)

6. Medienbericht: Mehr rechtsextrem motivierte Straftaten in 2019
Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten im vergangenen Jahr gestiegen. Für 2019 wurden insgesamt 22.337 Delikte vorläufig im Kriminalpolizeilichen Meldedienst für Politisch Motivierte Kriminalität gemeldet, bei denen die Tat einen rechtsextremen Hintergrund hatte. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Irene Mihalic hervor, auf die sich die Zeitungen der Funke Mediengruppe berufen. 2018 habe die Polizei 20.431 rechtsextrem motivierte Straftaten gezählt, 2017 insgesamt 20.520. (15./lgn/07-04-20.)
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lgn14: Montag, 6. April 2020.

B. Home. Glossar.  Lektion  1315.
Montag, 6-4-2020.
14./lgn/6-4-20.
Testo: §§ - UN 1 - Deutschland 2 - Großbritannien 3 - Großbritanniern 4 - Russland 5 - Russland 6 -

Nachrichten von Montag 6.04.2020

1. UN-Generalsekretär warnt vor Gewalt gegen Frauen in Corona-Krise
UN-Generalsekretär António Guterres hat eine Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der weltweiten Corona-Krise angeprangert. Als Folge der in der Krise gewachsenen wirtschaftlichen und sozialen Drucksituationen habe es in der vergangenen Woche eine erschreckende globale Zunahme der häuslichen Gewalt gegeben, sagte Guterres in einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Der UN-Generalsekretär appellierte an alle Regierungen, Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt gegen Frauen in ihre Notfallpläne aufzunehmen. So sollten etwa Notrufsysteme in Apotheken und Drogerien eingerichtet werden. (14/lgn/6-4-20.)

2. Johns Hopkins meldet Schreckenszahl
Deutschland hat nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität jetzt mehr als 100.000 bekannte Corona-Infektionsfälle. Die Schwelle wurde demnach am Sonntagabend überschritten. Die Zahl der Menschen in der Bundesrepublik, die bisher an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19 starben, wurde mit 1576 angegeben. Die Johns-Hopkins-Universität erhebt ihre Daten nach einer anderen Methodik als das deutsche Robert-Koch-Institut, das bis zum Sonntag einige tausend Infektionsfälle weniger bestätigt hat. (14/lgn/6-4-20.)

3. Queen spricht Briten in Corona-Krise Mut zu
Königin Elizabeth II. hat die Briten in einer Rede an die Nation auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. Sie rief die Bürger auf, "geeint und entschlossen" zu bleiben. "Wir werden siegen", sagte die Monarchin in der am Sonntagabend ausgestrahlten Fernsehansprache wörtlich. Die Queen bedankte sich zudem bei allen Briten, die zu Hause blieben, um besonders gefährdete Menschen zu schützten. (14/lgn/6-4-20.)

4. Sorge um britischen Premierminister
In Großbritannien ist der an COVID-19 erkrankte Regierungschef Boris Johnson in ein Krankenhaus gebracht worden. Da der Premierminister noch immer Symptome aufweise, habe ihm sein Arzt zu weiteren Untersuchungen geraten, hieß es aus der Downing Street. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Der 55-jährige Johnson hatte sich nach seinem positiven Corona-Test vor anderthalb Wochen in Quarantäne begeben. (14/lgn/6-4-20.)

5. Duma untersucht Corona-Beiträge der DW
Das russische Parlament will die Deutsche Welle und andere Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Umgang Moskaus mit der Corona-Pandemie ins Visier nehmen. Der Auslandssender der Bundesrepublik habe falsche Nachrichten über das russische Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus verbreitet, sagte Wassili Piskarjow, der eine entsprechende Untersuchungskommission in der Staatsduma leitet. Die DW wies die Vorwürfe vehement zurück. Kritiker werfen Russland vor, ein "Regime der totalen Zensur" zu schaffen. (14/lgn/6-4-20.)

6. Erhöhte Radioaktivität bei Tschernobyl
In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist infolge eines Waldbrands erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Leiter des staatlichen Umweltinspektionsdienstes, Jegor Firsow, veröffentlichte ein Video, in dem ein Geigerzähler das 16-fache des Normalwertes anzeigte. Das Feuer habe sich auf 100 Hektar Fläche ausgebreitet, berichtete Firsow. Ein Reaktorblock des AKW war 1986 explodiert. Die Umgebung ist bis heute stark verstrahlt. (14/lgn/6-4-20.)

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lgn13: Samstag, 4. April 2020.

BHome. Glossar. Lek  1213bis.
Samstag,  4. April 2020.
13./lgn/04-04-20.
Testo: §§ - China 1 - Deutschland 2 - US 3 - US, Ukraine 4 - Deutschland 5 - Deutschland 6 - Deutschland 7 -

Nachrichten von Samstag, 4.04.2020 –

1. China gedenkt der Coronatoten
Mit drei Schweigeminuten hat China der Toten durch das neue Coronavirus gedacht. Landesweit heulten am chinesischen Totengedenktag um 10.00 Uhr Ortszeit die Sirenen. Auch hupten Autos und Schiffe ließen ihre Hörner ertönen. Die Nationalflaggen auf öffentlichen Gebäuden und in chinesischen Botschaften weltweit wehten auf halbmast. Das Gedenken sei zu Ehren der Märtyrer und Landsleute, die im Kampf gegen die Epidemie ums Leben gekommen seien, teilte der Staatsrat mit. (13/lgn/4-4-20.)

2. Müller befürchtet neue Gewalt durch Corona in Afrika
Entwicklungsminister Gerd Müller befürchtet, dass die Corona-Pandemie in Afrika zum Ausbruch neuer Gewalt bis hin zu Bürgerkriegen führen könnte. Müller sprach von einer dramatischen Lage. Mit einer Verzögerung von zwei Monaten komme das Virus jetzt in den Entwicklungs- und Schwellenländern an. Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Krise träfen Afrika mit voller Wucht. Millionen Menschen hätten bereits ihre Arbeit verloren und verfügten über keinerlei Absicherung, sagte der CSU-Politiker. (13/lgn/4-4-20.)

3. Trump rät zum Tragen von Gesichtsmasken
Die US-Regierung rät entgegen einer bisher geltenden Richtlinie nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken, um sich vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Verpflichtend sei dies nicht, sagte US-Präsident Donald Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: "Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun." Der US-Präsident hatte die Pandemie zu Beginn verharmlost. In den USA haben sich mehr als 273.000 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt und damit so viele, wie in keinem anderem Land. Die Zahl der Toten stieg innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1000 auf 7141. (13/lgn/4-4-20.)

4. Weitere Entlassung in der Ukraine-Affäre
US-Präsident Donald Trump entlässt den Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson. Der 55-Jährige spielte eine zentrale Rolle in der Ukraine-Affäre. Sie führte zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das aber vom Senat abgelehnt wurde. In einem Brief an die Vorsitzenden der Geheimdienstausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus schrieb Trump nun, er habe das Vertrauen in Atkinson verloren. Der hatte die Beschwerde eines Whistleblowers weitergeleitet, wonach Trump den ukrainischen Präsidenten zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden gedrängt haben soll. (13/lgn/4-4-20.)

5. 40.000 deutsche Urlauber noch im Ausland
Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland festsitzen. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium mit. Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgeholt worden, sagte Außenminister Heiko Maas nach Beratungen mit seinen 26 EU-Amtskollegen. Er sprach von einem logistischen Husarenstück für alle Beteiligten. An manchen Tagen seien 20 Flugzeuge zugleich in der Luft gewesen, um Deutsche zurückzubringen. (13/lgn/4-4-20.)

6. Spitzenrating für Deutschland trotz Corona-Krise
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Deutschlands Spitzenbewertung trotz der Pandemie bestätigt. Das Land halte seine Topnote "AAA" für die Kreditwürdigkeit, erklärten die Bonitätswächter. In der Bewertung spiegele sich der starke finanzielle Puffer, über den Deutschland verfüge, hieß es bei S&P. Die staatlichen Finanzen seien in einem guten Zustand und ermöglichten eine starke Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Die Ratingagentur geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in Deutschland um 1,9 Prozent schrumpfen wird. (13/lgn/4-4-20.)

7. Großes Hilfspaket für den Mittelstand wegen Corona
Die Bundesregierung plant wegen der Coronavirus-Pandemie ein zusätzliches riesiges Hilfspaket, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Im Gespräch ist, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Die EU-Kommission hat hierfür schon den Weg geebnet. Sie genehmigte Programme, bei denen Mitgliedstaaten beispielsweise zinslose Kredite vergeben oder eine 100-prozentige Risikohaftung übernehmen können. (13/lgn/4-4-20.)
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lgn12: Freitag, 3. April 2020.

B. Home. Glossar. Lektion  1113.
Freitag, 3-4-2020.
12./lgn/03-04-20.
Testo: §§ - US 1 - Deutschland 2 - Nato 3 - US 4 - US 5 - Deutschland 6 - 

Nachrichten von Freitag, 3.04.2020 –

1. Weltweit mehr als eine Million nachgewiesene Covid-19-Infizierte
Weltweit sind nach einer Zählung der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 51.000 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 habe sich binnen acht Tagen auf eine Million verdoppelt. Rund 22 Prozent der Corona-Fälle gibt es demnach in den USA, gefolgt von Italien und Spanien mit je elf Prozent. In Deutschland ist die Zahl der Todesopfer mit einer Corona-Infektion auf 1074 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Bundesrepublik gab die Universität aus Baltimore zuletzt mit 84.264 Menschen an. (12/nlg/3-4-20.)

2. Deutschlandtrend: Großes Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung
In der Corona-Krise bekommt die Bundesregierung Rückendeckung von der Bevölkerung. Laut dem neuen ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap sind 72 Prozent der Deutschen zufrieden mit dem Krisenmanagement der großen Koalition. Gleichzeitig blicken die Bürger mit 63 Prozent auch viel positiver auf die Arbeit der Regierung insgesamt. Davon profitieren insbesondere CDU und CSU. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 34 Prozent der Befragten für die Union stimmen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch vor einem Monat. Die SPD käme unverändert auf 16 Prozent. (12/nlg/3-4-20.)

3. NATO will Hilfen gegen Corona-Pandemie besser koordinieren
Die NATO will im Kampf gegen das Coronavirus künftig stärker zusammenarbeiten. Das Militärbündnis sei für Krisen geschaffen worden und könne in der aktuellen Pandemie-Krise helfen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Videokonferenz der NATO-Außenminister. Die 30 Bündnispartner hätten beschlossen, dass Oberbefehlshaber Tod D. Wolters die militärische Unterstützung in der Corona-Krise fortan koordinieren, ausbauen und beschleunigen soll. Er solle etwa Kapazitäten im Lufttransport ausmachen und sicherstellen, dass medizinische Ausrüstung geliefert werden könne, sagte Stoltenberg. (12/nlg/3-4-20.)

4. USA bleiben auch in Corona-Krise kreditwürdig
Die Kreditwürdigkeit der USA ist der Ratingagentur Standard & Poor’s zufolge auch in der Corona-Krise unverändert gegeben. Die Bonität werde weiterhin mit der zweitbesten Note "AA+" bewertet, teilte die Agentur mit. Der Ausblick sei trotz der hohen Staatsverschuldung und des aktuellen Hilfsprogramms unverändert stabil. (12/nlg/3-4-20.)

5. US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag
Wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben die US-Demokraten ihren Parteitag zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Das Treffen in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin solle nun in der am 16. August beginnenden Woche stattfinden, teilte die Oppositionspartei mit. Ursprünglich sollte der Parteitag mit tausenden Delegierten vom 13. bis 16. Juli ausgetragen werden. Das Kandidatenrennen bestreiten inzwischen nur noch Ex-Vizepräsident Joe Biden und der linksgerichtete Senator Bernie Sanders. Wahlkampf und Vorwahlen sind aber faktisch zum Erliegen gekommen. (12/nlg/3-4-20.)

6. Extremabenteurer und Aktivist Nehberg gestorben
Der deutsche Extremabenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg ist 84-jährig gestorben. Seit Anfang der 70er Jahre hatte er mit seinen spektakulären Aktionen als Überlebenskünstler immer wieder für Aufsehen gesorgt. Er überquerte den Atlantik auf einem Baumstamm, einem Tretboot und einem Floß und kämpfte sich monatelang allein und ohne Ausrüstung durch Regenwald und Wüste, erst als Abenteurer, später als Menschenrechtsaktivist. Sein Einsatz galt vor allem dem indigenen Volk der Yanomami in Brasilien und dem Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Frauen. (12/nlg/3-4-20.)

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domenica 29 marzo 2020

Glossario Nachrichten: Fonti e Abbreviazioni.

Glossar

Begriffe aus der Nachrichtensprache -

lgn-20: Donnerstag, 27. februar 2020.

BHome.  –21. ↔ –19.
Donnerstag, 27. Februar 2020.
–20.–20/lgn/27-2-20.
Indici: - Trump, Coronavirus 1 - US 2 - Israel, Deutschland 3 - Maas, Libyen 4 - Tunesien 5 - Griechenland 6 -
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - YZ -

Nachrichten von Donnerstag, 27.02.2020 –

1. Trump sieht nur "sehr geringes" Coronavirus-Risiko
Nach dem Einbruch der Aktienmärkte und Warnungen der Gesundheitsbehörden vor einer Ausbreitung des Coronavirus in den USA, versucht Präsident Donald Trump zu beschwichtigen. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering", es gebe keinen Grund zur Panik, betonte er vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA seien sehr gut vorbereitet. Trump ernannte seinen Vizepräsidenten Mike Pence zum Sonderbeauftragten im Kampf gegen COVID-19. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bislang 15 bestätigte Neuinfektionen im Land. (–20/lgn/27-2-20.)

2. Schlag gegen Rechtsterrorismus in den USA
In den USA sind vier mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung "Atomwaffen Division" festgenommen worden. Die Männer sollen sich verschworen haben, um Juden und andere Minderheiten sowie investigative Journalisten zu bedrohen und zu terrorisieren, wie das Justizministerium mitteilte. Sie sind zwischen 20 und 24 Jahre alt und werden nun in Seattle im Bundesstaat Washington unter Anklage gestellt. Die "Atomwaffen Division" gilt als extrem fanatisch und gewaltbereit. Sie wird mit mehreren Morden und Anschlagsplanungen in den vergangenen Jahren in den USA in Verbindung gebracht. (–20/lgn/27-2-20.)

3. Israels Botschafter sieht Deutschlands Demokratie in Gefahr
Nach dem rechtsterroristischen Anschlag im hessischen Hanau vor einer Woche macht sich Israels Botschafter in Deutschland Sorgen um die Demokratie im Land. Keine demokratische Gesellschaft könne überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt würden, sagte Jeremy Issacharoff der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine offene Gesellschaft könne viele Dinge tolerieren, aber niemals Gewalt. Issacharoff appellierte an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. Mehr Sicherheit könne nicht dadurch erreicht werden, dass Menschen ihre Identität, ihre Religion verheimlichten. (–20/lgn/27-2-20.)

4. Maas droht Waffenlieferanten im Libyen-Konflikt
Außenminister Heiko Maas hat den Staaten, die trotz des UN-Verbots weiter Waffen und Kämpfer nach Libyen schicken, mit Konsequenzen gedroht. Insbesondere diejenigen Länder, die sich im Januar beim Berliner Libyen-Gipfel zu dem seit 2011 bestehenden Waffenembargo bekannt hätten, müssten sich bei Verstößen verantworten, forderte der SPD-Politiker in New York. Er nahm an einer Sitzung des Weltsicherheitsrats zum Libyen-Konflikt teil. UN-Generalsekretär António Guterres nannte ausdrücklich die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Russland und die Türkei. Er sprach von einem Skandal. (–20/lgn/27-2-20.)

5. Neue Regierung in Tunesien
Knapp fünf Monate nach der Parlamentswahl und einer schwierigen Suche hat Tunesien eine neue Regierung. Das Parlament sprach dem Kabinett von Elyes Fakhfakh Donnerstagfrüh das Vertrauen aus. Wie die Nachrichtenagentur TAP berichtete, stimmten 129 Abgeordnete für die Regierung, 77 dagegen, einer enthielt sich. Vor gut einem Monat hatte Präsident Kais Saied den früheren Minister Elyes Fakhfakh, der die Ressorts Finanzen und Tourismus leitete, mit der Regierungsbildung beauftragt. (–20/lgn/27-2-20.)

6. Gewalt bei Protesten auf griechischen Inseln
Auf mehreren griechischen Ägäis-Inseln sind die Proteste gegen den Bau neuer Flüchtlingslager eskaliert. Auf Lesbos gab es Verletzte, als Demonstranten Polizisten mit Steinen bewarfen und diese mit Tränengas, Blendgranaten und dem Einsatz von Gummigeschossen reagierten. Auch auf Chios griffen Demonstranten Polizeibeamte an. Zeugen sprachen von einer kriegsähnlichen Situation. Auf fünf Inseln sind derzeit mehr als 38.000 Asylsuchende in völlig überfüllten Lagern untergebracht. Die griechischen Bewohner fürchten um ihre Sicherheit und Gesundheit. (–20/lgn/27-2-20.)

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lgn-19: Freitag, 28. Februar 2020

BHome.  –20. ↔ –18.
Freitag, 28. Februar 2020.
–19. –19/nlg/28-2-20.
Indici: NATO, Idlib - Maas, Syrien 2 - Coronavirus, Deutschland 3 - Israel 4 - Gent 5 - Fußball 6 - 
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Nachrichten von Freitag, 28.02.2020 –

1. NATO-Sondertreffen nach Eskalation in Idlib
Nach der Eskalation des Konflikts zwischen der Türkei und Syrien kommt der Nordatlantikrat der NATO an diesem Freitag zu einem Sondertreffen zusammen. Die Türkei bat um dieses Treffen auf Grundlage des Artikels 4 des NATO-Vertrags. Dieser sieht Beratungen vor, wenn ein Mitgliedsstaat die Unversehrtheit seines Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sieht. Am Donnerstag waren bei einem syrischen Luftangriff in der Provinz Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet worden. Ankara machte die syrische Regierung verantwortlich und startete Vergeltungsangriffe. (–19/nlg/28-2-20.)

2. Maas spricht von Kriegsverbrechen in Syrien
Angesichts der Eskalation der Gewalt in Idlib hat Bundesaußenminister Heiko Maas das Vorgehen der syrischen Armee und Russlands als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Die Konfliktparteien hätten die Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schützen. Stattdessen bombardierten sie zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen, sagte Maas vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus würden niemanden von der Einhaltung des humanitären Völkerrechts freisprechen. Der SPD-Politiker verlangte nochmals eine sofortige Waffenruhe. (–19/nlg/28-2-20.)

3. Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt in Deutschland
Das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus. Im Laufe des Donnerstags wurden mindestens 22 neue Fälle nachgewiesen. So gibt es jetzt 14 neue Infektionen in Nordrhein-Westfalen, vier in Baden-Württemberg und jeweils einen in Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen. In Hamburg erkrankte ein Kinderarzt am Universitätsklinikum Eppendorf. Der Krisenstab der Bundesregierung berät an diesem Freitag über weitere Vorkehrungen. Dabei geht es auch darum, wie mit Großveranstaltungen - wie der Reisemesse ITB in der nächsten Woche in Berlin - umgegangen werden soll. (–19/nlg/28-2-20.)

4. Israel plant 1800 Siedlerwohnungen im Westjordanland
Israel hat den Bau von fast 1800 Wohnungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Die zuständige Behörde habe vier Tage vor der Parlamentswahl Bauplänen in zehn Siedlungen zugestimmt, teilte die Friedensorganisation Peace Now mit. Mehr als 90 Prozent davon lägen tief im Inneren des Westjordanlands, in Gebieten, die von den Palästinensern als Teil eines künftigen Staates beansprucht werden. Peace Now kritisierte, die rechts-religiöse Übergangsregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle sich damit die Unterstützung rechter Wähler sichern. (–19/nlg/28-2-20.)

5. Metallica sind Namenspaten für Tiefseekrebs
Ein neu entdeckter Tiefseekrebs ist nach der Heavy-Metal-Band Metallica benannt worden. Forscher vom Senckenberg Forschungsinstitut und der Universität Gent gaben der wurmartigen Krebsart den Namen Macrostylis metallicola. Die Tiere leben am Meeresboden zwischen Mexiko und Hawaii. Dort werden Untersuchungen für zukünftigen Manganabbau durchgeführt. Der bis zu 6,5 Millimeter lange Krebs lebt in einer Tiefe von rund 5000 Metern. Manganknollen enthalten neben den Bestandteilen Mangan und Eisen auch Elemente wie Kupfer, Kobalt sowie seltene Erden. Umweltschützer befürchten, dass der Abbau Ökosysteme und ganze Arten zerstören könnte. (–19/nlg/28-2-20.)

6. Leverkusen und Wolfsburg im Europa-League-Achtelfinale
Die Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg stehen im Achtelfinale der Europa League. Leverkusen gewann 3 zu 1 beim FC Porto, die Niedersachsen siegten 3 zu 0 bei Malmö FF. Das Zwischenrunden-Rückspiel von Eintracht Frankfurt bei RB Salzburg ist wegen einer Orkanwarnung vom Donnerstagabend um 21 Stunden auf diesen Freitagabend verschoben worden. (–19/nlg/28-2-20.)


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lgn-18: Samstag, 29. Februar 2020.

BHome.  –19. ↔ –17bis.
Samstag, 29. Februar 2020.
–18. –18/lgn/29-2-20.
Indice: WHO 1 - Türkei, Syrien, UN 2 - US, Taliban 3 - Malaysia 4 - Slowakei  5 - Luxemburg 6 -
Glossar → A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - YZ -

Nachrichten von Samstag, 29.02.2020 –

1. WHO setzt Corona-Risiko auf höchstes Niveau
Angesichts der wachsenden Zahl von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Risikobewertung verändert. Sie erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Verbreitung des Virus von hoch auf sehr hoch, die höchstmögliche Stufe. Noch aber sei der Kampf gegen die weltweite Ausbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 nicht verloren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Inzwischen wurden laut dem in Deutschland für die Seuchenbekämpfung zuständigen Robert Koch-Institut in über 50 Ländern etwa 83.000 Infektionen gezählt, rund 1000 mehr als am Vortag. (–18/lgn/29-2-20.)

2. Türkei droht Syrien im UN-Sicherheitsrat
Nach dem Tod von mehr als 30 türkischen Soldaten bei einem Luftangriff der syrischen Armee in der Provinz Idlib hat Ankara bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates weitere Vergeltungsschläge angekündigt. Die Türkei wolle keinen Krieg, werde aber nicht zögern, Gewalt anzuwenden, wenn ihre Sicherheit bedroht sei, sagte UN-Botschafter Feridun Sinirlioglu mit Blick auf die syrische Armee und Machthaber Bashar al-Assad. Sinirlioglu nahm als Gast an der Sitzung teil, da die Türkei nicht Mitglied des höchsten UN-Gremiums ist. Die USA sicherten der Türkei "volle Rückendeckung" zu. (–18/lgn/29-2-20.)

3. USA und Taliban unterzeichnen Abkommen über Wege zu Frieden
Die USA und die islamistischen Taliban wollen an diesem Samstag ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan und den Abzug der US-Truppen aus dem Land unterzeichnen. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Unterzeichnung der Vereinbarung bevorstehe. Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie in Doha teilnehmen. In dem Abkommen sind auch Garantien für Friedensgespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung geregelt. Washington hatte als Voraussetzung für den Vertrag eine siebentägige Phase der Gewaltreduzierung verlangt, die weitestgehend eingehalten wurde. (–18/lgn/29-2-20.)

4. Ältester Regierungschef der Welt will nochmal antreten
Malaysias Regierungschef Mahathir Mohamad will sich um eine dritte Amtszeit bewerben. Der 94-Jährige sagte, er sei zuversichtlich, die notwendigen Stimmen für eine Mehrheit im Parlament zu erhalten. Mahathir hatte am vergangenen Montag zunächst überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er wurde dann aber vom König zum Interimsregierungschef ernannt. Beobachter spekulieren, dass Mahathir so verhindern wollte, dass sein ehemaliger Bündnispartner Anwar Ibrahim an die Macht kommt. Die beiden hatten nach der Wahl 2018 vereinbart, dass Anwar nach zwei Jahren das Amt des Premiers übernehmen solle. (–18/lgn/29-2-20.)

5. Spannende Parlamentswahl in der Slowakei
In der Slowakei sind rund vier Millionen Bürger dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Umfragen zufolge muss die bisherige Drei-Parteien-Koalition aus Sozialdemokraten, Nationalisten und Vertretern der ungarischen Volksgruppe um ihre Mehrheit bangen. Die Regierung steht seit zwei Jahren in der Kritik. Auslöser ist der mutmaßliche Auftragsmord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und dessen Frau. Als Favorit bei der Wahl gilt die rechtskonservative Protestpartei Olano von Igor Matovic. Bei einem Wahlsieg wäre der Medienunternehmer aber auch auf Koalitionspartner angewiesen. (–18/lgn/29-2-20.)

6. Bus und Bahn in Luxemburg für Nutzer kostenfrei
Als erstes Land der Welt führt Luxemburg von heute an den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ein. Mit Ausnahme der ersten Klasse in der Bahn und bei einigen Nachtbussen muss künftig niemand mehr für eine Fahrt mit Bus, Bahn oder Straßenbahn zahlen. Gleichzeitig sollen Bus- und Bahnlinien ausgebaut werden. Der Einnahmeausfall in Höhe von jährlich 41 Millionen Euro soll über Steuern ausgeglichen werden. Das Großherzogtum will mit dem kostenlosen Beförderungsangebot die Menschen dazu bringen, stärker als bisher auf ihr Auto zu verzichten. (–18/lgn/29-2-20.)


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