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venerdì 10 aprile 2020

lgn46: Freitag, 8. Mai 2020.

B. Home. Lektion  4547.
Freitag, 8. Mai 2020
46./lgn/8-5-20.
Indici+Et.: Deutschland, NS 1 - Deutschland  2 - WHO, Afrika  3 -  António Guterres 4 - Merkel, Papst, Deutschland 5 - US, Michael Flynn 6 - Indien 7 -

Nachrichten von Freitag, 08.05.2020

1. Deutschland gedenkt der Befreiung vom NS-Terror
Deutschland gedenkt an diesem Freitag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete am 8. Mai 1945 der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg in Europa. Hier und in Asien wurden nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen getötet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel legen an der Neuen Wache in Berlin, der zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, einen Kranz nieder. Im Anschluss hält Steinmeier eine Rede. (46./lgn/8-5-20.)

2. Exporte brechen so stark ein wie seit 1990 nicht mehr
Die deutschen Exporte sind wegen der Corona-Krise so drastisch eingebrochen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die Ausfuhren sanken im März im Vergleich zum Vormonat um 11,8 Prozent, wie das Statistsche Bundesamt mitteilte. Dies sei der "größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990". Bei den Importen gab es mit 5,1 Prozent das größte Minus zum Vormonat seit Januar 2009. Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro in die Welt. Das ist ein Rückgang von 7,9 Prozent im Vergleich zum März des vergangenen Jahres. (46./lgn/8-5-20.)

3. WHO warnt vor bis zu 190.000 Corona-Toten in Afrika
In Afrika könnten laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen 83.000 und 190.000 Menschen im ersten Jahr der Corona-Pandemie sterben, falls die Maßnahmen zur Eindämmung scheitern sollten. Bis zu 44 Millionen Menschen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren, teilte das WHO-Regionalbüro in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, mit. In vielen Teilen des Kontinents würde die Zahl der Behandlungsbedürftigen die vorhandenen Kapazitäten überfordern. Demnach gibt es in 47 untersuchten Ländern in Afrika gerade einmal neun Intensivbetten pro eine Million Einwohner. (46./lgn/8-5-20.)

4. UN-Generalsektetär fordert Kampf gegen Verschwörungstheorien
Angesichts aufkeimender Verschwörungstheorien in der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem verstärkten Kampf gegen Falschnachrichten und Hass aufgerufen. Guterres äußerte sich in New York vor allem entsetzt über antisemitische Theorien sowie islamfeindliche Attacken im Zusammenhang mit der Pandemie. Zudem seien mancherorts Migranten und Flüchtlinge als "Quelle des Virus" verunglimpft und in der Folge nicht medizinisch behandelt worden. Erneut kritisierte der UN-Generalsekretär auch Angriffe auf die Pressefreiheit und Menschenrechte. (46./lgn/8-5-20.)

5. Merkel lädt Papst nach Deutschland ein
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wegen der Coronavirus-Pandemie mit Papst Franziskus telefoniert. Dabei lud sie das Oberhaupt der katholischen Kirche zu einem Besuch nach Deutschland ein, "sobald dies wieder möglich ist", wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mitteilte. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die globale humanitäre und politische Situation angesichts der Corona-Krise. Merkel und Franziskus hätten die Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt betont. Beide sprachen sich dafür aus, insbesondere ärmere Länder zu unterstützen. (46./lgn/8-5-20.)

6. US-Justiz lässt Vorwürfe gegen Ex-Sicherheitsberater Flynn fallen
Das US-Justizministerium lässt die Vorwürfe gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen und hat beim Bundesgericht in Washington ein Ende des Verfahrens beantragt. Zur Begründung heißt es unter anderem, das Vorgehen der Bundespolizei FBI gegen Flynn sei unrechtmäßig gewesen. Nach nur 23 Tagen im Amt war Flynn im Februar 2017 als Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten. Er räumte ein, im Zuge der Russland-Ermittlungen die Unwahrheit gesagt zu haben. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das FBI Flynn seinerzeit bewusst schaden wollte. (46./lgn/8-5-20.)

7. Wieder tritt Gas aus indischer Fabrik aus
Aus einem indischen Chemiewerk des südkoreanischen Konzerns LG Chem ist wieder giftiges Gas ausgetreten. Ein Feuerwehrmann sprach von einer angespannten Lage. Aus einem Umkreis von fünf Kilometern um die Fabrik, die im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh liegt, würden die Menschen in Sicherheit gebracht. Am Donnerstag waren mindestens elf Menschen an den durch ein Leck ausströmenden Dämpfen gestorben. Mehr als 300 Menschen waren verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. (46./lgn/8-5-20.)

lgn39: Freitag, 1. Mai 2020.

B. Home. Lektion  3840.
Freitag, 1. Mau 2020.
39.39/lgn/1-5-20.
Indici + Et: Deutschland 1 - Merkel  2 - Türkei, corona  3 -  Trump 4 - Óscar Chávez 5 - Paris 6 - Zentralafrikanische Republik 7 -

Nachrichten von Freitag, 01.05.2020 –

1. Krankschreibungen in Deutschland dramatisch erhöht
Die Zahl der krankgeschriebenen Arbeitnehmer in Deutschland ist im Laufe der Corona-Krise stark angestiegen. Die Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnete im April um 43 Prozent mehr Krankschreibungen als im März, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Demnach stieg die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im April arbeitsunfähig geschrieben waren, auf 2,13 Millionen. Einen noch höheren Krankenstand hatte es der Zeitung zufolge nach der schweren Grippewelle 2017/2018 gegeben.(39/lgn/1-5-20.)
 
2. Merkel: Spielplätze und Museen sollen wieder öffnen
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer haben sich auf weitere Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise verständigt. Nach Angaben der Kanzlerin sollen unter Auflagen wieder Spielplätze sowie Kultureinrichtungen wie Museen, Gedenkstätten, Zoos und Botanische Gärten öffnen können. Unter Einschränkungen, die die Religionsgemeinschaften selbst vorgeschlagen haben, sollen auch Gottesdienste bundesweit wieder möglich sein. Die konkreten Regelungen müssen die Bundesländer umsetzen. In Sachsen und Thüringen sind religiöse Zusammenkünfte schon jetzt erlaubt. (39/lgn/1-5-20.)

3. Türkei verhängt wegen Corona-Pandemie wieder Ausgangssperren
In 31 türkischen Städten und Provinzen gilt seit Mitternacht (Ortszeit) wegen der Corona-Pandemie für drei Tage eine weitere weitgehende Ausgangssperre übers Wochenende. Betroffen sind auch die Metropole Istanbul sowie die Hauptstadt Ankara. Supermärkte sind noch bis Freitag 14.00 Uhr geöffnet. Außerdem bleiben Kliniken, Apotheken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen. Für die meisten Menschen unter 20 Jahren, chronisch Kranke sowie alle Menschen über 65 galten schon vorher Ausgehverbote. Die Türkei hat offiziell bislang rund 120.200 Corona-Fälle und 3200 Tote registriert. (39/lgn/1-5-20.)

4. Trump will Beweise für Coronavirus-Herkunft gesehen haben
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass die Corona-Pandemie ihren Ursprung in einem chinesischen Forschungslabor in der Stadt Wuhan genommen haben könnte. Das bestätigte er auf eine Journalisten-Frage im Weißen Haus in Washington. Die Regierung in Peking sei "entweder nicht in der Lage oder nicht willens" gewesen, das Virus in ihrem Land einzudämmen. Dadurch habe die Welt "schwer gelitten". Trump ergänzte, er könne dafür "Strafzölle" gegen Peking verhängen. Der Weltgesundheitsorganisation WHO warf Trump vor, eine "PR-Agentur für China" zu sein. (39/lgn/1-5-20.)

5. Mexikanischer Protestsänger Óscar Chávez ist tot
Einer der bekanntesten Protestsänger Mexikos, Óscar Chávez, ist im Alter von 85 Jahren vermutlich an COVID-19 gestorben. Das Kulturministerium des lateinamerikanischen Landes bestätigte den Tod des Künstlers, gab aber keinen Kommentar zur Todesursache ab. Mitarbeiter von Chávez, der auch als Schauspieler Erfolg hatte, teilten per Twitter mit, dass er Mittwoch mit Symptomen der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit im Krankenhaus behandelt worden sei. Óscar Chávez war seit den 1960er-Jahren mit seiner in Folksongs gekleideten Kritik an der korrupten mexikanischen Politik-Elite bekannt geworden. (39/lgn/1-5-20.)

6. Künstler Christo verhüllt Pariser Triumphbogen erst 2021
Es sollte eines der spektakulärsten Pariser Kunstprojekte dieses Jahres werden - doch nun kann der Verpackungskünstler Christo den Triumphbogen erst im kommenden Jahr verhüllen. Wegen der Corona-Pandemie wird das für September geplante Projekt um ein Jahr aufgeschoben, wie das französische Denkmalamt mitteilte. Als neuer Termin ist der Zeitraum vom 18. September bis 3. Oktober 2021 geplant. Das vereinbarte der in New York lebende Künstler mit dem Denkmalamt und dem Kunstmuseum Centre Pompidou. Der Triumphbogen soll dann unter silbrigblauen Stoffbahnen verschwinden, die mit roter Schnur befestigt werden. (39/lgn/1-5-20.)

7. Viele Tote bei Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik
In der Stadt Ndélé im Norden der Zentralafrikanischen Republik sind bei Zusammenstößen rivalisierender Milizen mindestens 25 Menschen getötet worden. Andere Quellen sprechen von 37 Opfern. Die meisten von ihnen seien Zivilisten gewesen, berichtete die Nachrichtenwebsite "Corbeaunews Centrafrique". Soldaten der UN-Mission MINUSCA sei es nicht gelungen, die Unruhen zu verhindern. Seit dem Sturz von Präsident François Bozizé im März 2013 kämpfen Dutzende Rebellengruppen um die Macht. Nach UN-Angaben sind rund 2,6 Millionen Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. (39/lgn/1-5-20.)

lgn38: Donnerstag, 30. April 2020.

B. Home. Lektion  3739.
Donnerstag, 30. April 2020.
38./lgn/30-4-20.
Indici + Et.: Hisbollah, Deutschland 1 - Merkel  2 - Frankreich  3 -  Norwegen, Öl  4 - Haftar, Ramadan 5 - NATO, Griechenland 6 - Maas, Ukraine 7 -

Nachrichten von Donnerstag, 30.04.2020 –

1. Bundesinnenminister Seehofer verbietet Hisbollah in Deutschland
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Arbeit der Hisbollah in Deutschland verboten. Seit Donnerstagmorgen würden in mehreren Bundesländern polizeiliche Maßnahmen laufen, teilte das Innenministerium mit. Betroffen sind vier Vereine, die zu der als Terrororganisation eingestuften schiitischen Gruppierung gehören sollen. Der Organisation wird vorgeworfen, mit Gewalt und Anschlägen gegen Israel vorzugehen. Der militärische Arm der Hisbollah wird seit 2013 von der EU als Terrororganisation eingestuft. Die USA und Israel drängten Deutschland seit längerem, die Hisbollah insgesamt zu verbieten. (38/lgn/30-4-20.)

2. Bundeskanzlerin Merkel berät mit Bundesländern über mögliche Lockerungen
Bundeskanzlerin Merkel berät heute mit den Bundesländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. In der Videokonferenz soll es um mögliche Lockerungen der derzeit geltenden Beschränkungen gehen. Unter anderem steht nach Angaben der Bundesregierung ein Konzept der Religionsgemeinschaften für mögliche Versammlungen auf der Tagesordnung. In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 1478 auf 159.119 gestiegen. Zudem seien weitere 173 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 6288. (38/lgn/30-4-20.)

3. Frankreichs Wirtschaft bricht in Coronavirus-Krise ein
Die französische Wirtschaft ist bedingt durch die Coronavirus-Krise im ersten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach einer ersten Schätzung des Statistikamts schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das bisher schlechteste Quartalsergebnis gab es im Frühjahr 1968, als Studentenunruhen und Generalstreiks das Land lahmlegten. Damals sank die Wirtschaftsleistung um 5,3 Prozent. (38/lgn/30-4-20.)

4. Norwegen will Ölproduktion deutlich drosseln
Norwegen, der größte Ölproduzent Westeuropas, wird seine Produktion von Juni bis Dezember 2020 deutlich zurückfahren. Ölministerin Tina Bru sagte, man werde in den kommenden Monaten bis zu 300.000 Barrel pro Tag weniger fördern. Der Einschnitt werde gerecht auf die Ölfelder und damit auf die Unternehmen verteilt sein. Die OPEC+-Gruppe, bestehend aus der Organisation der Erdöl exportierenden Länder, Russlands und anderen Staaten, vereinbarte Anfang des Monats, die Produktion wegen der durch die Corona-Krise eingebrochenen Nachfrage um etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots zu kürzen. (38/lgn/30-4-20.)

5. Libyscher General Haftar kündigt Waffenruhe während Ramadan an
Der libysche General Chalifa Haftar hat im Kampf gegen die international anerkannte Regierung des Landes eine humanitäre Waffenruhe bis zum Ende des Fastenmonats Ramadan ausgerufen. Alle Militäroperationen würden ausgesetzt, sagte Haftars Sprecher Ahmed al-Mismari in der Stadt Bengasi. Damit werde einer Bitte der internationalen Gemeinschaft und befreundeter Staaten entsprochen. Sollten jedoch "terroristische Milizen" gegen die Waffenruhe verstoßen, werde es eine harte Reaktion geben. Der Ramadan hatte Ende vergangener Woche begonnen und dauert rund vier Wochen. (38/lgn/30-4-20.)

6. Kanadischer Hubschrauber bei NATO-Übung in Griechenland vermisst
Ein kanadischer Militärhubschrauber ist nach Angaben der Streitkräfte des nordamerikanischen Landes vor der griechischen Mittelmeerküste verschwunden. Der Kontakt sei verloren gegangen, als er an einer NATO-Übung teilnahm, bestätigte die Armee. Griechischen Medien zufolge war der Hubschrauber über dem Ionischen Meer zwischen Griechenland und Italien unterwegs. Der Helikopter vom Typ CH-148 Cyclone war demnach auf dem Kriegsschiff Fredericton stationiert. Eine Such- und Rettungsaktion werde durchgeführt. Hubschrauber des betroffenen Typs haben normalerweise eine Besatzung von vier Personen. (38/lgn/30-4-20.)

7. Maas dringt auf humanitäre Erleichterungen in Ost-Ukraine
Bundesaußenminister Maas dringt angesichts der Corona-Pandemie auf rasche Verbesserungen der humanitären Lage in der Ost-Ukraine. Dort sei vor allem die ältere Bevölkerung besonders schwer von der Schließung der sogenannten Kontaktlinie zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den prorussischen Rebellen betroffen, sagte Maas. Außerdem werfen Deutschland und Frankreich den Separatisten in der Ostukraine vor, die Arbeit der OSZE-Beobachter zu behindern. Maas und die Außenminister Frankreichs, Russlands sowie der Ukraine wollen heute über die Lage in der Ost-Ukraine beraten. (38/lgn/30-4-20.)

venerdì 27 marzo 2020

lgn-4: Dienstag, 17. März 2020

B.  Home. Glossar–5. ↔ –3.
Dienstag, 17. März 2020
–4./lgn/17-3-20.
Indici: Arizona: –4/4,  Deutschland: –4/5, Erdogan: –4/5, EU-Staaten: –4/1, –4/3,  Florida: –4/4, Frauen: –4/6,  Flüchtlinge: –4/5, Georgia: –4/4, Illinois: –4/4, Joe Biden: –4/4, Louisiana: –4/4, Macron: –4/5, Mario Centeno: –4/3, Merkel: –4/5, Mike DeWine: –4/4,  Ohio: –4/4,  Syrien: –4/5, Syrien-Krieg: –4/5,  US: –4/2,  US-Aktienmäkten: –4/2,  Trump: –4/2, Wall Street: –4/2

Nachrichten von Dienstag, 17.03.2020 –

1. EU-Staaten beraten über Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen an diesem Dienstag über einen 30-tägigen Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie entscheiden. Die Beratungen erfolgen in Form einer Video-Konferenz. Mehrere der 27 Mitgliedstaaten haben bereits ihre Grenzen zu den Nachbarn ganz oder teilweise geschlossen. In der Nacht verfügte Griechenland eine 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen. Deutschland kontrolliert seit gestern an den Grenzen die Einreise aus Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Österreich und der Schweiz. (–4/lgn/17-3-20.)

2. Ein neuer "Schwarzer Montag" an der Wall Street
Erneute Panikreaktionen haben den US-Aktienmärkten die schlimmsten Verluste seit dem "schwarzen Montag" im Jahr 1987 eingebrockt. Der Dow Jones Industrial schloss am Montagabend mit einem Verlust von fast 3000 Punkten oder 13 Prozent bei 20.188 Zählern. Nun liegt der Leitindex wieder unter dem Niveau vom Juni 2017. Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed ist weitgehend wirkungslos verpufft. US-Präsident Donald Trump hält inzwischen eine Rezession für möglich. (–4/lgn/17-3-20.)

3. Europa will Wirtschaftskrise mit allen Mitteln bekämpfen
Die EU-Staaten wollen sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie stemmen. Man werde Bürger und Währung unter allen Umständen schützen, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno nach einer Videokonferenz der 27 EU-Finanzminister. Es gehe darum, alles zu tun, was notwendig ist, um das Vertrauen wiederherzustellen. Schon jetzt haben die Staaten der Eurozone mehr als eine Billion Euro an Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt - das entspricht etwa zehn Prozent der gemeinsamen Wirtschaftskraft. (–4/lgn/17-3-20.)

4. Im US-Bundesstaat Ohio ist die Präsidentschaftsvorwahl wegen Corona verschoben
In den USA ist die Präsidentschaftsvorwahl der Demokraten nun auch im Bundesstaat Ohio wegen des Coronavirus verschoben worden. Dies gab Gouverneur Mike DeWine per Twitter bekannt. Er nannte den 2. Juni als neuen Termin. Eigentlich sollte die Abstimmung an diesem Dienstag stattfinden, ebenso in Georgia und Louisiana. Dort waren die Vorwahlen bereits vor einigen Tagen verschoben worden. In den Bundesstaaten Arizona, Florida, und Illinois wird dagegen wie geplant gewählt. Favorit ist der frühere Vizepräsident Joe Biden. (–4/lgn/17-3-2.)

5. Merkel, Erdogan und Macron sprechen über Syrien-Krieg
Bundeskanzlerin Angela Merkel will an diesem Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron per Video über den Syrien-Konflikt und seine Folgen beraten. Dabei dürfte es vor allem um die Lage der Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze gehen. Die drei wollten sich ursprünglich in Istanbul treffen, wegen der Corona-Krise wurde das Treffen aber in eine Videokonferenz umgewandelt. (–4/lgn/17-3-20.)

6. Equal Pay Day: Frauen verdienen nur halb so viel
In ihrem gesamten Erwerbsleben verdienen Frauen in Deutschland nur etwa halb so viel wie Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Untersuchung. In Westdeutschland liege das erwartete Lebenserwerbseinkommen im Schnitt bei rund 830.000 Euro für Frauen, Männer kommen auf durchschnittlich etwa anderthalb Millionen Euro. In Ostdeutschland sei von rund 660.000 Euro für Frauen und knapp 1,1 Millionen Euro für Männer auszugehen. Die Studie wurde zum internationalen "Tag für gleiche Bezahlung" veröffentlicht. (–4/lgn/17-3-20.)

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lgn-3: Mittwoch, 18. März 2020

BHome. Glossar.   –4. ↔ –2.
Mittwoch, 18. März 2020
–3./lgn/18-3-20.
Indici: Arizona: –3/4; Belgien: –3/3; China: –3/5; Deutschland: –3/1; EU: –3/2; Florida: –3/4; Flüchtlingen: –3/6; Heiko Maas: –3/1 Joe Biden: –3/4; Lufthansa: –3/1; Manila: –3/1; Merkel: –3/2; Mike Pompeo: –3/5; Nato: –3/6;  Sophie Wilmès: –3/3; Türkei: –3/6; US-Journalisten: –3/5.

Nachrichten von Mittwoch, 18.03.2020 –

1. 100.000 deutsche Urlauber werden nach Hause geholt
Wegen der Coronavirus-Pandemie sitzen nach Schätzungen der Bundesregierung mehr als 100.000 deutsche Urlauber im Ausland fest. Sie sollen nun in einer beispiellosen Aktion nach Hause geholt werden, wie Außenminister Heiko Maas der Deutschen Welle sagte. Dafür sollen überwiegend Maschinen der Lufthansa gechartert werden. Die ersten zwei Flugzeuge hoben am Dienstag Richtung Manila ab. Bis zu 50 Millionen Euro will die Regierung insgesamt ausgeben. Betroffen sind vor allem Reisende in Marokko, Ägypten, Malta, Argentinien, auf den Philippinen und den Malediven. (–3/lgn/18-3-20.)

2. EU schottet sich wegen Corona ab
Die Europäische Union verbietet für 30 Tage die Einreise aus Nicht-EU-Staaten. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz. In Deutschland gilt die Regelung ab sofort, wie Merkel sagte. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums betrifft das Verbot alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der EU haben. Ausnahmen gibt es für Staatsangehörige Norwegens, der Schweiz, Liechtensteins, Islands sowie Großbritanniens. (–3/lgn/18-3-20.)

3. Auch Belgien verhängt Ausgangssperre
Wegen der Coronavirus-Pandemie hat nun auch Belgien eine Ausgangssperre verhängt. Die Regelung gelte von diesem Mittwochmittag an und mindestens bis zum 5. April, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès in Brüssel. Erlaubt sind nur noch zwingende Wege zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe und sportliche Aktivitäten an der frischen Luft. Es gehe darum, "möglichst jeden Kontakt mit der Außenwelt zu vermeiden", fügte Wilmès hinzu. Als erstes EU-Land hatte Italien eine Ausgangssperre verhängt. Es folgten Spanien, Österreich und Frankreich. (–3/lgn/18.3.20.)

4. Joe Biden untermauert seine Favoritenrolle
Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Ex-Vizepräsident Joe Biden die Vorwahlen in den Bundesstaaten Florida, Illinois und Arizona gewonnen. Das melden TV-Sender. Der 77-Jährige baut damit seinen Vorsprung vor dem linken Senator Bernie Sanders (78) weiter aus. In Ohio wurde die Vorwahl kurzfristig verschoben. Die dortige Gesundheitsbehörde entschied, wegen der Coronavirus-Pandemie die Wahllokale geschlossen zu halten. (–3/lgn/18-3-20.)

5. China ordnet Ausweisung von US-Journalisten an
Nach Einschränkungen der Arbeit chinesischer Staatsmedien in den USA hat Peking die Ausweisung mehrerer Journalisten führender amerikanischer Zeitungen angeordnet. Betroffen sind die "New York Times", das "Wall Street Journal" und die "Washington Post". Mitarbeiter dieser Medien, deren Akkreditierungen vor dem Jahresende ausliefen, müssten ihre Pressekarten binnen zehn Tagen zurückgeben, teilte das Außenministerium in Peking mit. US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte das Vorgehen Chinas. (–3/lgn/18-3-20.)

6. Mehr Geld für die Türkei in der Flüchtlingskrise
Deutschland und Frankreich haben sich zu einer Aufstockung der EU-Mittel für die Versorgung von Flüchtlingen in der Türkei bereiterklärt. Nach einer Videokonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem französischen Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Boris Johnson sagte Kanzlerin Angela Merkel, alle hätten sich zum EU-Flüchtlingspakt mit Ankara bekannt. Es sei auch wichtig, die Ausweitung der Zollunion zwischen der EU und der Türkei "nicht aus den Augen zu verlieren". Erdogan habe nochmals betont, dass sein Land Mitglied der NATO sein wolle. (–3/lgn/18-3-20.)
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lgn-2: Donnerstag, 19. März 2020

BHome. Glossar–3. ↔ –1.
Donnerstag, 19. März 2020.
–2./lgn/19-03-20.
Indici: Antisemitismus –2/6, Boris Johnson –2/4,  China –2/5, Deutschland –2/1, –2/6; EZB -2/2, Gavin Williamson –2/4, Geschichtsrevisionismus –2/6, Großbritannien –2/4 Horst Seehofer –2/6, Marcelo Rebelo de Sousa –2/3, Merkel –2/1, Notstand –2/3, Portugal –2/3, Rassismus –2/6, Wuhan –2/5.

Nachrichten von Donnerstag, 19.03.2020 –

1. Merkel ruft Bürger in Corona-Krise zur Mithilfe auf
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat an die Menschen in Deutschland appelliert, sich im Kampf gegen das Coronavirus an die Auflagen der Behörden zu halten. In einer Fernsehansprache sagte sie, es sei "existenziell", das öffentliche Leben so weit wie möglich herunterzufahren. Merkel betonte, die Lage sei ernst. In der Bundesrepublik habe es seit dem Zweiten Weltkrieg keine vergleichbare Herausforderung mehr gegeben. Die Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln ist nach den Worten der Kanzlerin gesichert. Hamsterkäufe seien deshalb sinnlos und unsolidarisch. (–2/lgn/19-3-20.)

2. EZB kauft weitere Wertpapiere in Milliardenhöhe
Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie legt die Europäische Zentralbank ein Notfallprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro auf. Im Rahmen des mindestens bis zum Jahresende laufenden Programms sollten sowohl staatliche als auch private Wertpapiere aufgekauft werden, kündigte die EZB an. Die Währungshüter hatten bereits in der vergangenen Woche eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, mit denen die Folgen der Coronakrise abgemildert werden sollen. (–2/lgn/19-3-20.)

3. Portugal verhängt Notstand
Portugal hat wegen der Corona-Pandemie für zunächst zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa sagte in einer Fernsehansprache, die Gesellschaft, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft des Landes stünden vor einer nie dagewesenen Herausforderung. Die Maßnahme diene dem Wohl der Menschen. Der Notstand in Portugal gilt seit Mitternacht. Er wurde das erste Mal seit dem Ende der Diktatur in den 70er-Jahren verhängt. (–2/lgn/19-3-20.)

4. Schulschließungen jetzt auch in Großbritannien
Wegen des Coronavirus werden nun auch in Großbritannien die Schulen geschlossen. Die Maßnahme tritt am Freitagnachmittag in Kraft und gilt für unbestimmte Zeit, wie Bildungsminister Gavin Williamson im Londoner Unterhaus mitteilte. Premier Boris Johnson hatte noch Anfang der Woche erklärt, er wolle auf Schulschließungen verzichten. Auch die Supermärkte in Großbritannien verschärfen ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Mehrere Ketten kündigten an, wegen zunehmender Hamsterkäufe den Verkauf von Lebensmitteln zu rationieren. (–2/lgn/19-3-20.)

5. Keine Neuinfektionen mit Corona in Wuhan
Aus der zentralchinesischen Stadt Wuhan sind zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus keine neuen Infektionen gemeldet worden. In der 11-Millionen-Metropole war das Virus Ende 2019 erstmals aufgetreten. Landesweit wurden am Mittwoch 34 Neuinfektionen bestätigt. Dabei handelt es sich nach offiziellen Angaben ausschließlich um Personen, die aus dem Ausland nach China eingereist sind. Um eine neue Ausbreitungswelle zu verhindern, gelten für die Betroffenen strenge Quarantänemaßnahmen. (–2/lgn/19-3-20.)

6. Innenminister Seehofer verbietet Reichsbürger-Gruppierungen
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat erstmals zwei Reichsbürger-Gruppierungen verboten. Es geht um den Verein „Geeinte deutsche Völker und Stämme“ und dessen Teilorganisation „Osnabrücker Landmark“. Polizisten durchsuchten am frühen Morgen in zehn Bundesländern die Wohnungen führender Mitglieder. Aus dem Bundesinnenministerium hieß es, die Mitglieder des Vereins würden durch Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus ihre Intoleranz gegenüber der Demokratie deutlich zum Ausdruck bringen. (–2/lgn/19-3-20.)
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