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venerdì 8 maggio 2020

lgn53: Freitag, 15. Mai 2020

B. Home. Glossar. Lektion  5254.
Freitag, 15. Mai 2020
53./lgn/15-5-20.
Indici+Et.: Bundestag 1; Coronavirus 2; US-Senat, Uiguren 3; Burundi, WHO 4; Lybien, Heiko Maas 5; Bundestag, EU, Israel 6; Trump 7.

Nachrichten von Freitag, 15.05.2020 –

1. Debatte über Grundrente im Bundestag
Der Bundestag befasst sich an diesem Freitag erstmals mit der Grundrente. Laut dem Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sollen rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland mit geringen Renten einen Zuschlag erhalten, wenn sie ausreichende Beitragszeiten nachweisen können. Im Vorfeld der Beratungen im Parlament hat sich der Streit über das Vorhaben zwischen den Regierungsparteien weiter zugespitzt. Die SPD von Minister Heil will die Grundrente schnell verabschieden. Führende CDU-Politiker sind skeptisch. Sie bemängeln vor allem, die Finanzierung sei nicht gesichert. (53./lgn/15-5-20.)

2. Schon mehr als 300.000 Corona-Tote weltweit
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind bereits mehr als 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 gestorben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg insgesamt auf mehr als 4,4 Millionen, wie die Universität Johns Hopkins in Baltimore mitteilte. Mehr als 80 Prozent der Corona-Toten wurden in den USA und Europa registriert. In Deutschland starben bisher mindestens 7824 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit COVID-19. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle geht hierzulande jedoch seit längerem kontinuierlich zurück. (53./lgn/15-5-20.)

3. Senat in Washington stimmt Uiguren-Gesetz zu
Der US-Senat hat einstimmig ein Gesetz gebilligt, das Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren stärker sanktionieren soll. Es sieht Strafmaßnahmen für alle Personen vor, die für eine Unterdrückung von Uiguren und anderer muslimischer Gruppen verantwortlich sind. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang in Lagern festgehalten. China bestreitet jegliche Misshandlung dieser Volksgruppe. (53./lgn/15-5-20.)

4. Burundi wirft WHO-Vertreter aus dem Land
Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Burundi hat die Regierung vier Experten der Weltgesundheitsorganisation ausgewiesen. Das Außenministerium erklärte die WHO-Mitarbeiter zu unerwünschten Personen und forderte sie auf, das ostafrikanische Land zu verlassen. Hintergrund ist der Wahlkampf in Burundi, bei dem sich ungeachtet der Corona-Pandemie Menschen in großen Mengen versammeln. Kritiker werfen dem autoritär regierenden Präsidenten Pierre Nkurunziza vor, die Gefahren durch das Virus bewusst zu ignorieren. (53./lgn/15-5-20.)

5. Libyen-Konflikt bereitet Minister Maas Sorgen
Bundesaußenminister Heiko Maas hat die jüngsten Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis verurteilt. Statt endlich eine Waffenruhe einzuhalten, erlägen die Konfliktparteien noch immer dem Irrtum, der Konflikt sei militärisch zu gewinnen, erklärte er nach Beratungen mit EU-Kollegen. Ohne Namen zu nennen, warf Maas auch den internationalen Unterstützern beider Seiten "fortdauernde Verletzungen des UN-Waffenembargos" vor. Ziel bleibe eine politische Lösung unter Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen, so der deutsche Außenminister. (53./lgn/15-5-20.)

6. Bundestag stellt sich gegen Flaggen-Verbrennungen
Wer in Deutschland öffentlich die EU-Flagge oder die Flagge eines ausländischen Staates verbrennt, muss künftig mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen. Eine entsprechende Gesetzesänderung beschloss der Bundestag. Das Verbrennen von Flaggen habe mit friedlichem Protest nichts zu tun, erklärte dazu Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Mit solchen Taten sollten vielmehr "Hass, Wut und Aggression geschürt werden". Wenn dabei noch das Existenzrecht Israels angegriffen werde, "dürfen wir das in Deutschland niemals dulden", betonte Lambrecht. (53./lgn/15-5-20.)

7. Dämpfer für Trump im Rechtsstreit um Hotel
US-Präsident Donald Trump hat im Rechtsstreit um sein Hotel in Washington einen Rückschlag erlitten. Ein Bundesberufungsgericht entschied, dass der Fall weiter verfolgt werden darf. Die Staatsanwaltschaften des Hauptstadtbezirks Washington und des Bundesstaats Maryland beschuldigen Trump, er habe auf illegale Weise von Besuchen etwa ausländischer Regierungsmitarbeiter in dem Hotel profitiert. Das Berufungsgericht hob nun eine eigene frühere Entscheidung dazu auf. 2019 hatte es die Klage als unbegründet verworfen. Die Entscheidung war aber nur von drei von insgesamt 15 Richtern getroffen worden. (53./lgn/15-5-20.)

lgn51: Mittwoch, 13. Mai 2020

B. Home. Glossar. Lektion  5052.
Mittwoch, 13. Mai 2020
51./lgn/13-5-20.
Indici+Et.: Wuhan 1; US 2; Twitter 3; EU 4; EU 5; Mike Pompeo, Afghanistan, Taliban 6; US-Opposition, Venezuela;

Nachrichten von Mittwoch, 13.05.2020 –

1. Wuhan will alle elf Millionen Einwohner auf Coronavirus testen
Die zentralchinesische Stadt Wuhan will alle ihre elf Millionen Einwohner in einer Rekordzeit von zehn Tagen einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichten mehrere Medien in der Volksrepublik. Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem in einem Wuhaner Wohngebiet sechs neue Infektionen festgestellt wurden. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus wochenlang komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50.000 allein in der Metropole. Mehr als 2500 Bewohner starben an der Lungenkrankheit Covid-19. (51./lgn/13-5-20.)

2. Expertenprognose: Bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote in den USA
US-Wissenschaftler gehen in einer aktualisierten Modellrechnung davon aus, dass es in den Vereinigten Staaten bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote geben wird. Die höhere prognostizierte Opferzahl liege unter anderem an der in vielen Landesteilen beginnenden Lockerung der Corona-Auflagen, erklärten die Forscher des Instituts IHME in Seattle. Das IHME findet in den USA viel Beachtung. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat mehrfach das Institut zitiert, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu erklären. (51./lgn/13-5-20.)

3. Twitter-Mitarbeiter dürfen "für immer" von zu Hause aus arbeiten
Twitter stellt sich auf einen dauerhaften Umbruch der Arbeitswelt durch die Corona-Krise ein. Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiten können und wollen, brauchen nie wieder ins Büro zurück, entschied die US-Firma. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass die Zusammenarbeit von Menschen an verschiedenen Orten funktionieren würde, erklärte der Kurznachrichtendienst zur Begründung. Twitter hat nach eigenen Angaben rund 4900 Beschäftigte. (51./lgn/13-5-20.)

4. EU-Kommission erarbeitet Empfehlungen zu Tourismus und Grenzkontrollen
Die EU-Kommission will an diesem Mittwoch eine Reihe von Beschlüssen fassen, um Tourismus und Reisen trotz der Corona-Pandemie wieder möglich zu machen. Dazu gehören Vorgaben für Sicherheitsabstände in Hotels, Gaststätten und Verkehrsmitteln. Mit Blick auf die wegen der Pandemie von den Mitgliedstaaten eingeführten Grenzkontrollen will die Kommission eine schrittweise Aufhebung empfehlen. Die Beschränkungen sollen zunächst in Gegenden abgeschafft werden, in denen es eine vergleichbar günstige Entwicklung der Corona-Fallzahlen beiderseits der Grenze gibt. (51./lgn/13-5-20.)

5. Zahl der Asylanträge in der EU ist rückläufig
Die Zahl der Asylanträge in der EU ist laut einem Zeitungsbericht in den ersten vier Monaten dieses Jahres zurückgegangen. In der EU sowie der Schweiz und Norwegen sei die Zahl der Asylanträge zwischen Januar und April um 25 Prozent gesunken, berichtet die "Welt" unter Berufung auf noch unveröffentlichte Zahlen der EU-Asylbehörde Easo. Die meisten Asylanträge wurden der Zeitung zufolge in Spanien gestellt; es waren 37.471. Deutschland war damit nicht mehr das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber. Es rangiert laut "Welt" mit 33.714 Asylanträgen auf Platz zwei. (51./lgn/13-5-20.)

6. Pompeo fordert afghanische Regierung und Taliban zu Zusammenarbeit auf
Nach zwei blutigen Anschlägen auf eine Entbindungsklinik und eine Beerdigungsgesellschaft in Afghanistan hat US-Außenminister Mike Pompeo die Regierung in Kabul und die radikalislamischen Taliban zur Zusammenarbeit aufgefordert. Es müsse eine politische Lösung geben, sonst bleibe Afghanistan anfällig für Terrorismus. Die USA und die Taliban hatten im Februar ein Abkommen unterzeichnet. Es soll den Weg für Frieden in Afghanistan ebnen. Allerdings steht seine Zukunft nach den Anschlägen vom Dienstag mit mindestens 38 Toten noch mehr in Frage als ohnehin schon. (51./lgn/13-5-20.)

7. US-Opposition will Auskunft über angeblichen Invasions-Versuch in Venezuela
Die oppositionellen US-Demokraten verlangen von der Regierung Auskunft über eine angeblich gescheiterte Invasion in Venezuela. Der Kongress müsse wissen, ob Bürger oder Firmen der USA mit Aktivitäten in dem südamerikanischen Land die Gesetze gebrochen hätten, erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, Eliot Engel. Auch müsse geklärt werden, ob Präsident Donald Trump von derartigen Aktivitäten gewusst habe. Venezuela hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, einen Angriff von "Söldnern" abgewehrt zu haben. Demnach wurden auch zwei frühere US-Soldaten festgenommen. (51./lgn/13-5-20.)

lgn50: Dienstag, 12. Mai 2020

B. Home. Glossar. Lektion  4951.
Dienstag, 12. Mai 2020
50./lgn/12-5-20.
Indice+Et.:
Weiße Haus 1; Tesla 2; EU 3; Twitter 4; Dan Smith 5; Trump 6.

Nachrichten von Dienstag, 12.05.2020

1. US-Regierung: Maskenpflicht für Mitarbeiter im Weißen Haus
Nach dem Bekanntwerden von zwei Corona-Infektionen bei US-Regierungsmitarbeitern ist das Tragen von Gesichtsmasken nun im Weißen Haus vorgeschrieben. Er habe das angeordnet, sagte US-Präsident Donald Trump und ergänzte, er selbst werde aber keine Maske tragen. Er komme niemandem so nahe, dass dies nötig wäre, sagte Trump. Der US-Präsident macht seit Tagen Druck, die Corona-Beschränkungen im ganzen Land wieder zu lockern, damit sich die Wirtschaft erholen kann. (50./lgn/12-5-20.)

2.  Tesla will Produktion trotz Behördenverbots hochfahren
Tesla-Chef Elon Musk will das Hauptwerk in Kalifornien entgegen den Anweisungen der Behörden wieder hochfahren. Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk befindet, gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte dagegen Klage eingereicht - und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers in einen anderen US-Bundesstaat zu verlegen. (50./lgn/12-5-20.)

3. EU-Gesundheitsminister beraten über Arzneimittelversorgung
Die EU-Gesundheitsminister beraten an diesem Dienstag über die Arzneimittelversorgung in der Corona-Krise. Für Deutschland will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an der Videokonferenz teilnehmen. Der CDU-Politiker hatte schon zu Beginn der Pandemie vor Engpässen bei Medikamenten gewarnt. (50./lgn/12-5-20.)

4. Twitter will Tweets mit falschen Corona-Informationen kennzeichnen
Das Online-Netzwerk Twitter will härter gegen die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus vorgehen. Tweets, durch die Menschen zu Schaden kommen könnten, würden gelöscht, weniger gefährliche Angaben würden mit einem Verweis auf vertrauenswürdige Quellen versehen, kündigte das Unternehmen an. Facebook löscht bereits potenziell gefährliche falsche Behauptungen über das Coronavirus - und schickt Nutzern nachträglich eine Warnung, wenn sie mit solchen Behauptungen in Berührung kamen. (50./lgn/12-5-20.)

5. Friedensforscher warnt vor Verschärfung internationaler Konflikte
Der Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, Dan Smith, rechnet in der Corona-Krise mit einer Verschärfung internationaler Konflikte. Das treffe insbesondere auf den Irak und Syrien zu, sagte der Friedensforscher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Irak etwa gebe es Anzeichen für eine Stärkung der Terrororganisation "Islamischer Staat" so Smith. Er nannte den Jemen, Afghanistan und das Horn von Afrika als weitere mögliche Konfliktherde. (50./lgn/12-5-20.)

6. Oberster US-Gerichtshof befasst sich mit Streit um Trumps Steuerunterlagen
Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich mit dem Streit um die zurückgehaltenen Steuererklärungen von Präsident Donald Trump. Trump will eine Übergabe der Dokumente an die New Yorker Staatsanwaltschaft und mehrere Kongressausschüsse verhindern und ist deswegen nach mehreren juristischen Niederlagen bis vor den Supreme Court gezogen. Die Verhandlung wird auch in Frankfurt mit Spannung verfolgt: Schließlich geht es darum, ob die Deutsche Bank Finanzunterlagen von Trump herausgeben muss. Ein Urteil wird Ende Juni erwartet. (50./lgn/12-5-20.)

venerdì 10 aprile 2020

lgn45: Donnerstag, 7. Mai 2020.

B. Home. Lektion  4446.
Donnerstag, 7. Mai 2020.
45./lgn/7-5-20.
Indici+Et.: Netanjahu 1 - Irak  2 - Polen  3 -  EU 4 - Berlin 5 - Indien 6 - Fußball 7 -

Nachrichten von Donnerstag, 07.05.2020

1. Oberstes Gericht stellt sich hinter Netanjahu
In Israel hat das Oberste Gericht die geplante Notregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Ex-Armeechef Benny Gantz gebilligt. Das Kabinett soll nach Angaben von Netanjahu und Gantz nun am 13. Mai vereidigt werden. In der Anhörung vor Gericht ging es unter anderem darum, ob Netanjahu trotz seiner Korruptionsanklage wieder Ministerpräsident werden kann. Die Richter überprüften zudem die Koalitionsvereinbarung zwischen Netanjahus konservativer Likud-Partei und dem Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Gantz. (45./lgn/7-5-20.)

2. Neue Regierung im Irak vom Parlament bestätigt
Nach fünfmonatigem Machtvakuum hat der Irak eine neue Regierung. Das Parlament in Bagdad stimmte der neuen Kabinettsbesetzung unter Führung von Ministerpräsident Mustafa Kadhemi zu. Der Ex-Geheimdienstchef war Anfang April als Regierungschef nominiert worden. Danach gab es schwierige Verhandlungen um die Kabinettsbildung, die auch weiterhin nicht abgeschlossen sind. Im Amt sind 15 Minister, sieben Posten sind dagegen noch unbesetzt, darunter die Schlüsselposten des Außen- und Ölministers. Vor Kadhemi hatten bereits zwei andere Anwärter vergeblich versucht, eine Regierung zu bilden. (45./lgn/7-5-20.)

3. Präsidentenwahl in Polen wird wegen Corona verschoben
Nach massiven Protesten wird die für Sonntag geplante Präsidentenwahl in Polen verschoben. Dies teilte die regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) mit. PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski hielt bis zuletzt an der Abstimmung am 10. Mai fest. Er schlug wegen der Corona-Pandemie eine Briefwahl vor, was von der Opposition abgelehnt wurde, da sie keinen Wahlkampf machen konnte. Ihren Kurswechsel begründete die PiS nun damit, dass die Abstimmung ohnehin wohl vom Obersten Gericht annulliert worden wäre. Der Kandidat der PiS, Präsident Andrzej Duda, führt in den Umfragen. (45./lgn/7-5-20.)

4. Kein schneller EU-Beitritt für Westbalkan-Staaten
Die Europäische Union macht den sechs Westbalkan-Ländern weiter nur vage Hoffnung auf eine Aufnahme. Bei einer Video-Konferenz bestätigten die Staats- und Regierungschefs zwar ihre uneingeschränkte Unterstützung für die europäische Perspektive des westlichen Balkans. Ein Zeithorizont für eine mögliche EU-Erweiterung fehlt allerdings in der Abschlusserklärung. Stattdessen betonen die EU-Staaten, dass zusätzliche Unterstützung für den Balkan abhängig sei von spürbaren Fortschritten in der Rechtsstaatlichkeit und bei der Einhaltung von EU-Werten. (45./lgn/7-5-20.)

5. Wieder Fernsehteam in Berlin angegriffen
Bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen ist vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ein ARD-Kamerateam angegriffen worden. Ein Mann hatte versucht, einen Tonassistenten zu treten. Laut Polizei traf er dabei aber die Mikrofon-Angel, die gegen den Kopf des Kameramanns schlug. Der 46-jährige Tatverdächtige habe versucht zu flüchten, sei dann aber von Polizisten festgenommen worden. Dem ARD-Team sei nichts passiert, hieß es. ARD-Chefredakteur Rainald Becker twitterte, wer Journalisten angreife und an ihrer Arbeit hindere, greife die Demokratie an. (45./lgn/7-5-20.)

6. Sechs Tote und 300 Verletzte bei Gasunglück in Indien
Mindestens sechs Menschen sind bei einem Gasunglück in einer Chemiefabrik in Indien ums Leben gekommen. Rund 300 Menschen mussten mit Atembeschwerden und Augenproblemen in Krankenhäuser gebracht werden. Das Unglück ereignete sich in einem Kunststoff-Unternehmen in der Nähe der Hafenstadt Visakhapatnam im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Anwohner in einem Radius von drei Kilometern um die Fabrik wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Besitzer des Werks ist der südkoreanische Hersteller LG Polymers. Darin wird Plastik für Konsumgüter wie Spielsachen hergestellt. (45./lgn/7-5-20.)

7. Fußball-Bundesliga soll am 15. Mai starten
In der Fußball-Bundesliga soll nach mehr als zwei Monaten Zwangspause am übernächsten Wochenende wieder der Ball rollen. Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga will am 15. Mai mit dem Spieltag starten, wie der Liga-Verband bestätigte. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer hatten zuvor grünes Licht für "Geisterspiele" vor leeren Rängen gegeben. Die Bundesliga wäre damit die erste der wichtigen Fußball-Ligen in Europa, die den Spielbetrieb in der Coronakrise wieder aufnimmt. In der aktuellen Saison stehen noch neun Spieltage aus. (45./lgn/7-5-20.)

lgn36: Dienstag, 28. April 2020.

B. Home. Lektion  3537.
Dienstag, 28. April 2020.
36.36/lgn/28-4-28.
Indici +Et.: Deutschland 1 - Libyen  2 - Genf  3 -  Brasilien 4 - Frankreich 5 - EU 6 - Boeing 7 -

Nachrichten von Dienstag, 28.04.2020 – 

1. Corona-Ansteckungsrate in Deutschland steigt wieder
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine leicht gestiegene Ansteckungsrate für Deutschland. Die sogenannte Reproduktionsrate lag am Montag bei 1,0. Demnach steckt jeder Corona-Infizierte statistisch einen weiteren Menschen an. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, und in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Nach RKI-Schätzungen haben rund 114.000 Menschen in Deutschland die Infektion überstanden. (36/lgn/28-4-28.)

2. Libyscher General will Offensive auf Tripolis fortsetzen
Der libysche General Chalifa Haftar hat angekündigt, seine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis fortzusetzen. Er verfüge über ein Mandat des Volkes, um Libyen zu regieren, sagte Haftar in seinem eigenen Fernsehsender, ohne zu erläutern, worauf sich dieses Mandat stützt. Der General kämpft gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Einheitsregierung des nordafrikanischen Landes. Bei einer internationalen Konferenz im Januar in Berlin waren Schritte zur Deeskalation in Libyen vereinbart worden. (36/lgn/28-4-28.)

3. Rekordzahl von Flüchtlingen im eigenen Land
So viele Menschen wie noch nie sind Vertriebene in ihren eigenen Ländern. Das geht aus dem Jahresbericht der in Genf ansässigen Beobachtungsstelle für intern Vertriebene hervor. Danach lebten 2019 fast 46 Millionen Menschen fernab ihrer Heimat. Drei Viertel der Betroffenen stammen nach Angaben der Organisation aus zehn Ländern; die meisten aus Syrien, Kolumbien, Kongo, Jemen und Afghanistan. Die Beobachtungsstelle geht davon aus, dass etwa 18 Millionen Kinder unter den Vertriebenen sind. Im Jahr davor wurde die Zahl aller Binnenflüchtlinge auf gut 41 Millionen beziffert. (36/lgn/28-4-28.)

4. Brasiliens Oberstes Gericht erlaubt Untersuchung gegen Bolsonaro
Das Oberste Gericht Brasiliens hat wegen des Verdachts politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei die Eröffnung eines Verfahrens gegen Präsident Jair Bolsonaro genehmigt. Damit wurde einem Antrag des Generalstaatsanwalts vom vergangenen Freitag stattgegeben, wie aus einer Erklärung des Obersten Gerichts hervorgeht. Zuvor hatte der ehemalige brasilianische Justizminister Sergio Moro Bolsonaro schwere Vorwürfe gemacht und war am Freitag von seinem Posten zurückgetreten. Moro gilt als einer der bekanntesten Korruptionsermittler des Landes. (36/lgn/28-4-28.)

5. Pariser Polizisten sollen wegen Rassismus suspendiert werden
Weil sie einen Verdächtigen rassistisch beschimpft haben, sollen zwei Polizisten in Paris vom Dienst suspendiert werden. Die beiden Männer wurden dabei gefilmt, wie sie einen mutmaßlichen Dieb unter anderem als "bicot" bezeichneten, das ist ein französisches Schimpfwort für einen Araber. Innenminister Christophe Castaner erklärte daraufhin, Rassismus habe keinen Platz in der französischen Polizei. Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement leitete die Suspendierung der geständigen Beamten ein. (36/lgn/28-4-28.)

6. EU-Innenminister beraten über Grenzkontrollen
Die EU-Innenminister beraten heute über die Auswirkungen der Corona-Krise. In der Video-Konferenz soll es unter anderem um die Situation an den europäischen Binnen- sowie den Außengrenzen gehen. Seit Beginn der Krise haben viele Länder wieder Kontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Die Einreise von Ländern außerhalb der EU ist stark eingeschränkt. Auch über künftige Lockerungen der Kontrollen soll beraten werden. Zudem wollen die EU-Staaten über einen Leitfaden der EU-Kommission zum Asylrecht in der Corona-Krise diskutieren. Weiteres Thema ist der Gebrauch von Corona-Apps, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. (36/lgn/28-4-28.)

7. Boeing rechnet mit einer langen Leidenszeit
Der US-Luftfahrtriese Boeing rechnet nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht mit einem schnellen Aufschwung. Die Krise werde die Branche um Jahre zurückwerfen, sagte Vorstandschef Dave Calhoun bei der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns. Wegen der Pandemie konnte die Veranstaltung nur im Internet stattfinden. Calhoun sagte, es sei schwer einzuschätzen, wann sich die Situation stabilisieren werde. Der Luft- und Raumfahrtkonzern ist bereits wegen des Krisenjets 737 Max schwer angeschlagen und kämpft ums Überleben. (36/lgn/28-4-28.)

lgn32: Freitag, 24. April 2020.

B. Home. Lektion  3133.
Freitag, 24-4-2020.
32.32/lgn/24-4-28.
Indici+Et: Brasilien 1 - US 2 - EU 3 - Deutschland 4 - Groß Britannien 5 - Deutschland, Syrien 6 - 

Nachrichten von Freitag, 24.04.2020

1. Brasilien meldet mehr als 400 Corona-Tote in 24 Stunden
Brasilien hat erstmals mehr als 400 Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb von 24 Stunden registriert. Laut dem Gesundheitsministerium starben zwischen Mittwoch und Donnerstag 407 Menschen. Das ist die höchste Zahl für diesen Zeitraum seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 3313 Menschen an den Folgen der Krankeit gestorben. Fast 50.000 Infizierte wurden in dem größten Land Lateinamerikas inzwischen registriert; die tatsächlichen Zahlen dürften jedoch aufgrund fehlender Tests weitaus höher liegen. (32/lgn/24-4-28.)

2. US-Kongress bringt neues Rettungspaket auf den Weg
Ein weiteres US-Konjunkturpaket als Reaktion auf die Corona-Krise ist beschlossene Sache. Nach dem Senat verabschiedete das Repräsentantenhaus in Washington mit großer Mehrheit das 484 Milliarden Dollar Paket, auf das sich Republikaner und Demokraten nach tagelangen schwierigen Verhandlungen geeinigt hatten. Kleinere und mittlere Unternehmen, aber auch Krankenhäuser, sollen davon profitieren. Die Pandemie hat die US-Wirtschaft schwer getroffen. Mehr als 26 Millionen Menschen verloren ihren Job. In Verbindung mit dem Coronavirus starben rund 48.000 Menschen, so viele wie in keinem anderen Land. (32/lgn/24-4-28.)

3. EU-Gipfel einigt sich auf Corona-Wiederaufbaufonds
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben auf ihrem Video-Gipfel zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise das bereits von den Finanzministern beschlossene Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro gebilligt. Das Geld soll Kurzarbeitern, Unternehmen und besonders verschuldeten Staaten zugute kommen. Das Geld soll ab Juni bereitstehen. Außerdem streben die EU-Staaten einen Wiederaufbaufonds an, um Europas Wirtschaft nach dem Ende der Corona-Pandemie aus der Rezession zu holen. Die EU-Kommission werde beauftragt, den Finanzbedarf zu ermitteln. Im Gespräch sind eine bis 1,5 Billionen Euro. (32/lgn/24-4-28.)

4. Corona-Krise bringt Lufthansa in Not
Für das erste Quartal meldet Europas größte Fluggesellschaft einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro. Für das laufende zweite Quartal wird ein noch größeres Minus erwartet. Die Lufthansa rechnet nach eigenen Angaben nicht mehr damit, sich am Kapitalmarkt selbst ausreichend mit Geld versorgen zu können. Laut Insidern steckt der Konzern "in intensiven Verhandlungen" mit den Regierungen der Airline-Heimatländer Deutschland, Schweiz, Österreich und Belgien. Es gehe wohl darum, dass für die Lufthansa ein staatliches Hilfspaket von bis zu zehn Milliarden Euro geschnürt werde.  (32/lgn/24-4-28.)

5. Rolling Stones veröffentlichen neuen Song passend zur Corona-Krise
Die Rolling Stones haben einen Song mit dem düsteren Titel "Living in a Ghost Town" veröffentlicht. Es ist die erste Single der britischen Rockband seit acht Jahren. Geschrieben wurde das Stück laut Frontmann Mick Jagger bereits vor einem Jahr. Doch jetzt habe die Band mit Blick auf die Corona-Krise gedacht, das Musikstück passe in die heutige Zeit. Der Song handele davon, "an einem Ort zu sein, der voller Leben war, aber jetzt sozusagen ohne Leben ist", sagte Jagger im Gespräch mit "Apple Music". Es gehe um Chaos und Zerstörung und der scheinbar unendlichen Einsamkeit der Isolation. (32/lgn/24-4-28.)

6. Justizministerin nennt Strafprozess zu Folter in Syrien "historisch"
Das Bundesjustizministerium und Menschenrechtsorganisationen haben den vor dem Oberlandesgericht Koblenz begonnenen Prozess gegen zwei Ex-Funktionäre des Assad-Regimes als beispiellos bezeichnet. Ministerin Christine Lambrecht sagte, der Strafprozess sei ein Signal der Hoffnung und der Gerechtigkeit für die Opfer. Amnesty International sprach von einem historischen Verfahren für Deutschland. Es sei zudem ein wichtiger Schritt hin zur Gerechtigkeit für die Zehntausenden von Menschen, die in den Gefängnissen und Haftanstalten der syrischen Regierung inhaftiert, gefoltert und getötet worden seien. (32/lgn/24-4-28.)

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lgn30: Mittwoch, 22. April 2020.

B. Home. Lektion  2931.
Mittwoch, 22-4-2020.
30./lgn/22-4-20.
Indici+Et: US 1 - US  2 - EU  3 -  Mosambik 4 - US 5 - 
Nachrichten von Mittwoch, 22.04.2020
1. US-Präsident will Einwanderung für zwei Monate stoppen
Donald Trump will die Einwanderung in die Vereinigten Staaten zunächst für 60 Tage aussetzen. Der Schritt betreffe im Wesentlichen jene, die sich um einen dauerhaften Aufenthalt mit einer Green Card bemühten, sagte der US-Präsident bei seiner täglichen Pressekonferenz. Es gehe nicht um vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen. Trump begründete seinen Vorstoß mit einer Verpflichtung gegenüber US-Arbeitern. Im Zuge der Corona-Pandemie haben Millionen von Amerikanern ihren Arbeitsplatz verloren. Kritiker werfen Trump vor, seit langem die legale und illegale Einwanderung beschneiden zu wollen. (30/lgn/22-4-20.)

2. US-Senat beschließt weiteres Corona-Hilfspaket für Wirtschaft
Der US-Senat hat in der Corona-Krise ein weiteres Corona-Hilfspaket beschlossen, diesmal mit einem Volumen von etwa 480 Milliarden Dollar. Die Kongresskammer stimmte dem Rettungspaket zu, nachdem sich Republikaner und Demokraten darüber verständigt hatten. Ein Großteil der Hilfen ist für kleinere und mittlere Unternehmen gedacht. Ziel ist es, den Firmen zu ermöglichen, ihre Mitarbeiter weiter zu bezahlen und den zuletzt sehr starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begrenzen. Die USA sind das Land mit den meisten bestätigten COVID-19-Fällen und Todesopfern weltweit. (30/lgn/22-4-20.)

3. Ratschef Michel fordert EU-Reformen nach der Corona-Krise
EU-Ratspräsident Charles Michel sieht für die Zeit nach der Coronavirus-Pandemie dringenden Reformbedarf in der Europäischen Union. In seinem Einladungsschreiben für den Video-EU-Gipfel am Donnerstag heißt es etwa, die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig es sei, unverzichtbare Güter in Europa selbst zu produzieren, in strategische Warenketten zu investieren und eine übermäßige Abhängigkeit von Drittländern abzubauen. Die EU müsse ihre eigenen Regeln und Arbeitsweisen überdenken, effizienter und widerstandsfähiger werden und dabei die gemeinsamen Werte im Blick behalten. (30/lgn/22-4-20.)

4. Dschihadisten töten in Mosambik mehr als 50 Menschen
Im Norden Mosambiks haben Kämpfer einer dschihadistischen Miliz nach Polizeiangaben 52 Zivilisten getötet. Die Islamisten hätten im Dorf Xitaxi in der Provinz Cabo Delgado wahllos Menschen erschossen oder enthauptet, nachdem Dorfbewohner es abgelehnt hatten, für die Miliz zu kämpfen. Das berichten staatliche Medien unter Berufung auf die Polizei über die Bluttat, die den Angaben zufolge bereits Anfang April verübt wurde. Polizeisprecher Orlando Mudumane sprach von einem Massaker. Im Norden Mosambiks hat es in den vergangenen Wochen mehrere islamistische Angriffe gegeben. (30/lgn/22-4-20.)

5. Corona-Pandemie sorgt für Kundenansturm bei Netflix
Das Coronavirus hat dem Online-Videodienst Netflix deutlich mehr neue Zuschauer beschert als erwartet. Im ersten Quartal seien weltweit 15,8 Millionen zahlende Kunden hinzugekommen, verkündete der US-Konzern. Experten hatten nur mit etwa acht Millionen neuen Abos gerechnet. Ende März zählte der Streaming-Marktführer damit knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn hat sich mit 709 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. (30/lgn/22-4-20.)

venerdì 27 marzo 2020

lgn-5: Montag, 16. März 2020

B.  Home. Glossar.  –5bis. ↔ –4.
Montag, 16. März 2020.
–5./lgn/16-03-20.
Indici: EU, EU-Staaten: –5/1; Deutschland: –5/2, –5/4, –5/7; Frankreich: –5/6; Heiko Maas: –5/2; Japan: –5/3; Israel: – 5/5; US: –5/3;

Nachrichten von Montag, 16.03.2020 –

1. Kampf gegen Covid-19: Einreiseverbote und strenge Grenzkontrollen
Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wird es an den deutschen Außengrenzen zu fünf Nachbarländern künftig Kontrollen und Einreiseverbote geben. Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg. Ausnahmen gibt es unter anderem für den Warenverkehr und für Pendler. Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an. (–5/lgn/16-3-20.)

2. Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab
Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", so Außenminister Heiko Maas. Vom Auswärtigen Amt heißt es weiter, es sei mit zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. (–5/lgn/16-3-20.)

3. Zentralbanken von Japan und USA reagieren auf Corona-Krise
Japans Notenbank hat angesichts der Corona-Krise ihre Geldpolitik weiter gelockert. So fährt sie unter anderem die Ankäufe börsennotierter Fonds und anderer riskanter Anlagen hoch. Die Zentralbank werde bei Bedarf ihre Geldpolitik ohne Zögern weiter lockern, hieß es nach einer Krisensitzung in Tokio. Zuvor hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins um einen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt. Die USA sollten keinen Leitzins haben, der höher als in anderen starken Wirtschaftsnationen sei, betonte Trump. (–5/lgn/16-3-20.)

4. Cyberangriffe auf 40 Prozent der deutschen Unternehmen
In den vergangenen zwölf Monaten haben laut einer Studie 41 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern auf mindestens einen Cyberangriff reagieren müssen. Nach der vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorgelegten Untersuchung war das Phishing mit 22 Prozent die häufigste Attacke. Dabei versuchen Angreifer, mit Hilfe präparierter E-Mails an Passwörter oder Bankdaten zu kommen. Es folgten mit 13 Prozent Ransomware-Angriffe, bei denen Schadsoftware Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert. Das CEO-Fraud mit angeblichen E-Mails vom Chef kam auf acht Prozent. (–5/lgn/16-3-20.)

5. Oppositionspolitiker Gantz soll Regierung in Israel bilden
Israels Präsident Reuven Rivlin will den Oppositionspolitiker Benny Gantz mit der Regierungsbildung beauftragen. Der frühere Armeechef werde an diesem Montag den Auftrag dazu erhalten, kündigte die israelische Präsidentschaft an. Die rechtskonservative Likud-Partei des bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte zwar bei der Parlamentswahl am 2. März die Nase vorn. Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß bekam jetzt aber von den im Parlament vertretenen Parteien mehr Empfehlungen für die Regierungsbildung. (–5/lgn/16-3-20.)

6. Historisch niedrige Beteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich
Die vom Coronavirus überschattete erste Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist laut ersten Schätzungen mit einem Rekordtief bei der Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. Nach Berechnungen des Instituts Ipsos-Steria sind rund 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht zur Wahl gegangen. Obwohl das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, waren fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen. An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gab es massive Kritik. (–5/lgn/16-3-20.)

7. Spanischer König streicht seinem Vater Zahlungen des Palasts
Der spanische König Felipe VI. ist auf strikte Distanz zu seinem skandalumrankten Vater Juan Carlos gegangen. Felipe strich seinem Vater Zahlungen durch das Königshaus über mehr als 194.000 Euro im Jahr. Auch verzichtete Felipe VI. auf alle Erbschaftsansprüche gegenüber seinem Vater. Die Entscheidungen des Königs folgten auf Medienberichte über mutmaßliche Geldflüsse aus Saudi-Arabien an Juan Carlos. (–5/lgn/16-3-20.)
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lgn-3: Mittwoch, 18. März 2020

BHome. Glossar.   –4. ↔ –2.
Mittwoch, 18. März 2020
–3./lgn/18-3-20.
Indici: Arizona: –3/4; Belgien: –3/3; China: –3/5; Deutschland: –3/1; EU: –3/2; Florida: –3/4; Flüchtlingen: –3/6; Heiko Maas: –3/1 Joe Biden: –3/4; Lufthansa: –3/1; Manila: –3/1; Merkel: –3/2; Mike Pompeo: –3/5; Nato: –3/6;  Sophie Wilmès: –3/3; Türkei: –3/6; US-Journalisten: –3/5.

Nachrichten von Mittwoch, 18.03.2020 –

1. 100.000 deutsche Urlauber werden nach Hause geholt
Wegen der Coronavirus-Pandemie sitzen nach Schätzungen der Bundesregierung mehr als 100.000 deutsche Urlauber im Ausland fest. Sie sollen nun in einer beispiellosen Aktion nach Hause geholt werden, wie Außenminister Heiko Maas der Deutschen Welle sagte. Dafür sollen überwiegend Maschinen der Lufthansa gechartert werden. Die ersten zwei Flugzeuge hoben am Dienstag Richtung Manila ab. Bis zu 50 Millionen Euro will die Regierung insgesamt ausgeben. Betroffen sind vor allem Reisende in Marokko, Ägypten, Malta, Argentinien, auf den Philippinen und den Malediven. (–3/lgn/18-3-20.)

2. EU schottet sich wegen Corona ab
Die Europäische Union verbietet für 30 Tage die Einreise aus Nicht-EU-Staaten. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz. In Deutschland gilt die Regelung ab sofort, wie Merkel sagte. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums betrifft das Verbot alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der EU haben. Ausnahmen gibt es für Staatsangehörige Norwegens, der Schweiz, Liechtensteins, Islands sowie Großbritanniens. (–3/lgn/18-3-20.)

3. Auch Belgien verhängt Ausgangssperre
Wegen der Coronavirus-Pandemie hat nun auch Belgien eine Ausgangssperre verhängt. Die Regelung gelte von diesem Mittwochmittag an und mindestens bis zum 5. April, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès in Brüssel. Erlaubt sind nur noch zwingende Wege zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe und sportliche Aktivitäten an der frischen Luft. Es gehe darum, "möglichst jeden Kontakt mit der Außenwelt zu vermeiden", fügte Wilmès hinzu. Als erstes EU-Land hatte Italien eine Ausgangssperre verhängt. Es folgten Spanien, Österreich und Frankreich. (–3/lgn/18.3.20.)

4. Joe Biden untermauert seine Favoritenrolle
Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Ex-Vizepräsident Joe Biden die Vorwahlen in den Bundesstaaten Florida, Illinois und Arizona gewonnen. Das melden TV-Sender. Der 77-Jährige baut damit seinen Vorsprung vor dem linken Senator Bernie Sanders (78) weiter aus. In Ohio wurde die Vorwahl kurzfristig verschoben. Die dortige Gesundheitsbehörde entschied, wegen der Coronavirus-Pandemie die Wahllokale geschlossen zu halten. (–3/lgn/18-3-20.)

5. China ordnet Ausweisung von US-Journalisten an
Nach Einschränkungen der Arbeit chinesischer Staatsmedien in den USA hat Peking die Ausweisung mehrerer Journalisten führender amerikanischer Zeitungen angeordnet. Betroffen sind die "New York Times", das "Wall Street Journal" und die "Washington Post". Mitarbeiter dieser Medien, deren Akkreditierungen vor dem Jahresende ausliefen, müssten ihre Pressekarten binnen zehn Tagen zurückgeben, teilte das Außenministerium in Peking mit. US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte das Vorgehen Chinas. (–3/lgn/18-3-20.)

6. Mehr Geld für die Türkei in der Flüchtlingskrise
Deutschland und Frankreich haben sich zu einer Aufstockung der EU-Mittel für die Versorgung von Flüchtlingen in der Türkei bereiterklärt. Nach einer Videokonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem französischen Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Boris Johnson sagte Kanzlerin Angela Merkel, alle hätten sich zum EU-Flüchtlingspakt mit Ankara bekannt. Es sei auch wichtig, die Ausweitung der Zollunion zwischen der EU und der Türkei "nicht aus den Augen zu verlieren". Erdogan habe nochmals betont, dass sein Land Mitglied der NATO sein wolle. (–3/lgn/18-3-20.)
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