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venerdì 8 maggio 2020

lgn52: Donnerstag, 14. Mai 2020

B. Home. Glossar. Lektion  5153.
Donnerstag, 14 Mai 2020
52./lgn/14-5-20.
Indici+Et.: Italien 1; Trump 2; Frankreich 3; Spanien 4; US, Kuba 5; Boeing 6.

Nachrichten von Donnerstag, 14.05.2020 –

1. Rom billigt milliardenschweres Corona-Hilfspaket
Nach längerer Verzögerung hat Italien sein 55 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht, das Wirtschaft und Privatleute in der Corona-Krise unterstützen soll. Das Kabinett habe dem Vorhaben zugestimmt, teilte Regierungschef Giuseppe Conte mit. "Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet", berichtete der parteilose Politiker in Rom. Auch das Gesundheitssystem und die Schulen sollen gestärkt werden. Streit in der wackeligen Regierungskoalition hatte die Verabschiedung des Pakets wiederholt verzögert. (52./lgn/14-5-20.)

2. Trump drängt auf baldige Öffnung von Schulen
US-Präsident Donald Trump hat ein rasches Ende der Schulschließungen in den USA gefordert. Er sei in der Frage völlig anderer Meinung als sein Chefberater in der Corona-Krise, Anthony Fauci, sagte Trump in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business Network. Fauci hatte zuvor in einer Senatsanhörung vor einer schnellen Wiederöffnung der Schulen gewarnt. Trump bezeichnete die Äußerungen des international anerkannten Epidemiologen als inakzeptabel. (52./lgn/14-5-20.)

3. Frankreich geht härter gegen Hasskommentare vor
Das französische Parlament hat ein Gesetz zur Löschung von Hassbotschaften in Onlinenetzwerken verabschiedet. Nach deutschem Vorbild werden große Internet-Plattformen und Suchmaschinen darin verpflichtet, "offenkundig" illegale Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach einer Nutzermeldung zu entfernen. Dazu gehören die Aufstachelung zu Hass und Gewalt sowie rassistische oder religiöse Beleidigungen. Bei Zuwiderhandlung drohen den Betreibern der Portale Geldstrafen von bis zu 1,25 Millionen Euro. (52./lgn/14-5-20.)

4. Spanien veröffentlicht neue Coronavirus-Studie
In Spanien deutet eine aktuelle Studie darauf hin, dass sich dort bereits 2,3 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Das wären zehnmal mehr als bisher bekannt. Nach offiziellen Angaben gibt es etwa 230.000 Corona-Fälle in dem westeuropäischen EU-Land. Bei der Ende April gestarteten Studie seien 90.000 Personen in 36.000 Haushalten überprüft worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Dabei habe sich gezeigt, dass sich hochgerechnet schon fünf Prozent der Einwohner Spaniens angesteckt hätten. (52./lgn/14-5-20.)

5. Neue Spannungen zwischen USA und Kuba
Die Vereinigten Staaten haben Kuba auf ihre schwarze Liste der Länder gesetzt, die nicht vollständig bei der Terrorbekämpfung kooperieren. Das Außenministerium in Washington wies zur Begründung auf den Aufenthalt von Mitgliedern der linksgerichteten kolumbianischen ELN-Rebellen in dem sozialistischen Karibikstaat hin. Diese seien 2017 nach Havanna gereist, aber nicht nach Kolumbien zurückgekehrt. Neben Kuba stehen mit Iran, Syrien, Nordkorea und Venezuela vier weitere Staaten auf der aktuellen schwarzen Liste der USA. (52./lgn/14-5-20.)

6. Boeing ergattert große Rüstungsaufträge
Der krisengeschüttelte Boeing-Konzern hat zwei Rüstungsaufträge aus Saudi-Arabien erhalten. Die Verträge über die Lieferung mehr als tausend neuer Luftabwehr- und Anti-Schiff-Raketen sowie die Modernisierung bereits vorhandener Raketen haben ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Dollar, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Boeing vereinbarte auch mit Brasilien, Katar und Thailand die Lieferung von Raketen zum Einsatz gegen Schiffe. Raketenzubehör werde an Indien, Japan, Südkorea und die Niederlande geliefert, hieß es. Das Gesamtvolumen aller Aufträge betrage 3,1 Milliarden Dollar. (52./lgn/14-5-20.)

venerdì 10 aprile 2020

lgn38: Donnerstag, 30. April 2020.

B. Home. Lektion  3739.
Donnerstag, 30. April 2020.
38./lgn/30-4-20.
Indici + Et.: Hisbollah, Deutschland 1 - Merkel  2 - Frankreich  3 -  Norwegen, Öl  4 - Haftar, Ramadan 5 - NATO, Griechenland 6 - Maas, Ukraine 7 -

Nachrichten von Donnerstag, 30.04.2020 –

1. Bundesinnenminister Seehofer verbietet Hisbollah in Deutschland
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Arbeit der Hisbollah in Deutschland verboten. Seit Donnerstagmorgen würden in mehreren Bundesländern polizeiliche Maßnahmen laufen, teilte das Innenministerium mit. Betroffen sind vier Vereine, die zu der als Terrororganisation eingestuften schiitischen Gruppierung gehören sollen. Der Organisation wird vorgeworfen, mit Gewalt und Anschlägen gegen Israel vorzugehen. Der militärische Arm der Hisbollah wird seit 2013 von der EU als Terrororganisation eingestuft. Die USA und Israel drängten Deutschland seit längerem, die Hisbollah insgesamt zu verbieten. (38/lgn/30-4-20.)

2. Bundeskanzlerin Merkel berät mit Bundesländern über mögliche Lockerungen
Bundeskanzlerin Merkel berät heute mit den Bundesländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. In der Videokonferenz soll es um mögliche Lockerungen der derzeit geltenden Beschränkungen gehen. Unter anderem steht nach Angaben der Bundesregierung ein Konzept der Religionsgemeinschaften für mögliche Versammlungen auf der Tagesordnung. In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 1478 auf 159.119 gestiegen. Zudem seien weitere 173 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 6288. (38/lgn/30-4-20.)

3. Frankreichs Wirtschaft bricht in Coronavirus-Krise ein
Die französische Wirtschaft ist bedingt durch die Coronavirus-Krise im ersten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach einer ersten Schätzung des Statistikamts schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das bisher schlechteste Quartalsergebnis gab es im Frühjahr 1968, als Studentenunruhen und Generalstreiks das Land lahmlegten. Damals sank die Wirtschaftsleistung um 5,3 Prozent. (38/lgn/30-4-20.)

4. Norwegen will Ölproduktion deutlich drosseln
Norwegen, der größte Ölproduzent Westeuropas, wird seine Produktion von Juni bis Dezember 2020 deutlich zurückfahren. Ölministerin Tina Bru sagte, man werde in den kommenden Monaten bis zu 300.000 Barrel pro Tag weniger fördern. Der Einschnitt werde gerecht auf die Ölfelder und damit auf die Unternehmen verteilt sein. Die OPEC+-Gruppe, bestehend aus der Organisation der Erdöl exportierenden Länder, Russlands und anderen Staaten, vereinbarte Anfang des Monats, die Produktion wegen der durch die Corona-Krise eingebrochenen Nachfrage um etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots zu kürzen. (38/lgn/30-4-20.)

5. Libyscher General Haftar kündigt Waffenruhe während Ramadan an
Der libysche General Chalifa Haftar hat im Kampf gegen die international anerkannte Regierung des Landes eine humanitäre Waffenruhe bis zum Ende des Fastenmonats Ramadan ausgerufen. Alle Militäroperationen würden ausgesetzt, sagte Haftars Sprecher Ahmed al-Mismari in der Stadt Bengasi. Damit werde einer Bitte der internationalen Gemeinschaft und befreundeter Staaten entsprochen. Sollten jedoch "terroristische Milizen" gegen die Waffenruhe verstoßen, werde es eine harte Reaktion geben. Der Ramadan hatte Ende vergangener Woche begonnen und dauert rund vier Wochen. (38/lgn/30-4-20.)

6. Kanadischer Hubschrauber bei NATO-Übung in Griechenland vermisst
Ein kanadischer Militärhubschrauber ist nach Angaben der Streitkräfte des nordamerikanischen Landes vor der griechischen Mittelmeerküste verschwunden. Der Kontakt sei verloren gegangen, als er an einer NATO-Übung teilnahm, bestätigte die Armee. Griechischen Medien zufolge war der Hubschrauber über dem Ionischen Meer zwischen Griechenland und Italien unterwegs. Der Helikopter vom Typ CH-148 Cyclone war demnach auf dem Kriegsschiff Fredericton stationiert. Eine Such- und Rettungsaktion werde durchgeführt. Hubschrauber des betroffenen Typs haben normalerweise eine Besatzung von vier Personen. (38/lgn/30-4-20.)

7. Maas dringt auf humanitäre Erleichterungen in Ost-Ukraine
Bundesaußenminister Maas dringt angesichts der Corona-Pandemie auf rasche Verbesserungen der humanitären Lage in der Ost-Ukraine. Dort sei vor allem die ältere Bevölkerung besonders schwer von der Schließung der sogenannten Kontaktlinie zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den prorussischen Rebellen betroffen, sagte Maas. Außerdem werfen Deutschland und Frankreich den Separatisten in der Ostukraine vor, die Arbeit der OSZE-Beobachter zu behindern. Maas und die Außenminister Frankreichs, Russlands sowie der Ukraine wollen heute über die Lage in der Ost-Ukraine beraten. (38/lgn/30-4-20.)

lgn37: Mittwoch, 29. April 2020.

B. Home. Lek  3638.
Mittwoch, 29. April 2020.
37./lgn/29-04-20.





Nachrichten von Mittwoch, 29.04.2020 –

1. Demokratie weltweit unter Druck
Der Abbau von Rechtsstaatlichkeit und politischen Freiheiten bringt einer Bertelsmann-Studie zufolge zunehmend auch einst stabile Demokratien ins Wanken. Autoritäre Regierungsmuster hätten in den vergangenen zehn Jahren zugenommen, heißt es in der Untersuchung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie drohten die Entwicklung zu verstärken. Laut Studie treiben Regierungen unter anderem in Brasilien, Indien und Ungarn aktiv die Schwächung der Demokratie voran. In 60 von 137 untersuchten Ländern sei die Gewaltenteilung erkennbar ausgehöhlt worden. 58 Staaten hätten Demonstrationsrechte eingeschränkt. (37/lgn/29-04-20.)

2. Polizei macht tausende Äthiopier obdachlos
Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen die äthiopische Polizei. Sie habe in der Corona-Krise die Unterkünfte von mindestens tausend Tagelöhnern und deren Familien systematisch zerstört. Nachdem Sicherheitskräfte die meist einfachen Hütten in der Hauptstadt Addis Abeba bereits Anfang April eingerissen hätten, beseitigten sie nun auch jede Art von Behelfsunterkunft. Die Betroffenen müssten bei Kälte und Regen unter freiem Himmel schlafen, sagte der Amnesty-Direktor für Ostafrika, Deprose Muchena. Die äthiopischen Behörden begründen ihr Vorgehen damit, dass die Häuser illegal errichtet worden seien. (37/lgn/29-04-20.)

3. Weiter Ausgangssperre in El Salvador
Die strengen Quarantänebestimmungen in El Salvador wegen der Corona-Krise sind bis zum 16. Mai verlängert worden. Seit mehr als fünf Wochen gilt dort eine Ausgangssperre - Ausnahmen gibt es nur zum Einkaufen von Lebensmitteln und Medikamenten sowie für Arbeiten, die als unerlässlich gelten. Damit hat El Salvador eine der strengsten Regelungen Lateinamerikas. Wer die Quarantäne missachtet, wird festgenommen und kommt bis zu 30 Tage lang in ein "Eindämmungszentrum". Zwar hatte das Verfassungsgericht El Salvadors diese Praxis für unzulässig erklärt, doch Präsident Nayib Bukele ignoriert das Urteil. (37/lgn/29-04-20.)

4. Frankreich plant Lockerungen ab 11. Mai
In knapp zwei Wochen will Frankreich mit Lockerungen der Virus-Schutzmaßnahmen beginnen, um einen Kollaps der Wirtschaft abzuwenden. Ab dem 11. Mai sollen die Geschäfte wieder öffnen und schrittweise auch die Schulen, wie Premierminister Edouard Philippe in einer Regierungserklärung in Paris ankündigte. Geplant sind eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine massive Ausweitung der Corona-Tests. Auch Geschäfte sollen wieder öffnen. In der Pariser Metro soll zudem jeder zweite Sitzplatz abgeklebt werden, um Mindestabstände zu gewährleisten. (37/lgn/29-04-20.)

5. Gedenken an Befreiung von KZ Dachau
Mehr "solidarisches Miteinander statt hasserfülltes Spalten" haben Holocaust-Überlebende zum 75. Befreiungstag des KZ Dachau angemahnt. Die Feierlichkeiten zum Jahrestag sind wegen der Corona-Krise abgesagt. Der geplante Festakt mit zahlreichen Holocaust-Überlebenden und Befreiern soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. Am Vormittag werden Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner in der Gedenkstätte einen Kranz niederlegen, am Nachmittag ist eine Videoandacht aus der Versöhnungskirche auf dem einstigen KZ-Gelände geplant. (37/lgn/29-04-20.)

6. EU und Mexiko haben Handelsabkommen fix
Mitten in der Corona-Krise haben die Europäische Union und Mexiko ihr neues Freihandelsabkommen fertig ausgehandelt. Die letzten offenen Fragen seien geklärt worden, heißt es, damit sei der Weg für den Ratifizierungsprozess frei. Bereits vor zwei Jahren hatten sich die EU und Mexiko grundsätzlich auf eine Erneuerung ihres bisherigen Handelsabkommens aus dem Jahr 2000 geeinigt. Seither war über die Details verhandelt worden. Mexiko ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner der EU in Lateinamerika. (37/lgn/29-04-20.)

7. Auch Streaming-Filme im Oscar-Rennen
Zum ersten Mal und nur im Jahr der Corona-Pandemie dürfen sich auch Streaming-Filme um die Oscars bewerben. Bisher durften nur solche Werke am Wettbewerb um die begehrtesten Filmpreise der Welt teilnehmen, die an mindestens sieben Tagen in Kinos in Los Angeles gezeigt wurden. Allerdings sind die Filmtheater der Stadt seit Mitte März geschlossen und ihre Wiedereröffnung ist nicht absehbar. Deshalb hat die US-Filmakademie eine "vorübergehende Ausnahme" beschlossen. 2019 war die später dreifach ausgezeichnete Netflix-Produktion "Roma" nur deshalb kurz in die Kinos gekommen, um am Rennen um die Oscars teilnehmen zu können. (37/lgn/29-04-20.)

lgn36: Dienstag, 28. April 2020.

B. Home. Lektion  3537.
Dienstag, 28. April 2020.
36.36/lgn/28-4-28.
Indici +Et.: Deutschland 1 - Libyen  2 - Genf  3 -  Brasilien 4 - Frankreich 5 - EU 6 - Boeing 7 -

Nachrichten von Dienstag, 28.04.2020 – 

1. Corona-Ansteckungsrate in Deutschland steigt wieder
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine leicht gestiegene Ansteckungsrate für Deutschland. Die sogenannte Reproduktionsrate lag am Montag bei 1,0. Demnach steckt jeder Corona-Infizierte statistisch einen weiteren Menschen an. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, und in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Nach RKI-Schätzungen haben rund 114.000 Menschen in Deutschland die Infektion überstanden. (36/lgn/28-4-28.)

2. Libyscher General will Offensive auf Tripolis fortsetzen
Der libysche General Chalifa Haftar hat angekündigt, seine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis fortzusetzen. Er verfüge über ein Mandat des Volkes, um Libyen zu regieren, sagte Haftar in seinem eigenen Fernsehsender, ohne zu erläutern, worauf sich dieses Mandat stützt. Der General kämpft gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Einheitsregierung des nordafrikanischen Landes. Bei einer internationalen Konferenz im Januar in Berlin waren Schritte zur Deeskalation in Libyen vereinbart worden. (36/lgn/28-4-28.)

3. Rekordzahl von Flüchtlingen im eigenen Land
So viele Menschen wie noch nie sind Vertriebene in ihren eigenen Ländern. Das geht aus dem Jahresbericht der in Genf ansässigen Beobachtungsstelle für intern Vertriebene hervor. Danach lebten 2019 fast 46 Millionen Menschen fernab ihrer Heimat. Drei Viertel der Betroffenen stammen nach Angaben der Organisation aus zehn Ländern; die meisten aus Syrien, Kolumbien, Kongo, Jemen und Afghanistan. Die Beobachtungsstelle geht davon aus, dass etwa 18 Millionen Kinder unter den Vertriebenen sind. Im Jahr davor wurde die Zahl aller Binnenflüchtlinge auf gut 41 Millionen beziffert. (36/lgn/28-4-28.)

4. Brasiliens Oberstes Gericht erlaubt Untersuchung gegen Bolsonaro
Das Oberste Gericht Brasiliens hat wegen des Verdachts politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei die Eröffnung eines Verfahrens gegen Präsident Jair Bolsonaro genehmigt. Damit wurde einem Antrag des Generalstaatsanwalts vom vergangenen Freitag stattgegeben, wie aus einer Erklärung des Obersten Gerichts hervorgeht. Zuvor hatte der ehemalige brasilianische Justizminister Sergio Moro Bolsonaro schwere Vorwürfe gemacht und war am Freitag von seinem Posten zurückgetreten. Moro gilt als einer der bekanntesten Korruptionsermittler des Landes. (36/lgn/28-4-28.)

5. Pariser Polizisten sollen wegen Rassismus suspendiert werden
Weil sie einen Verdächtigen rassistisch beschimpft haben, sollen zwei Polizisten in Paris vom Dienst suspendiert werden. Die beiden Männer wurden dabei gefilmt, wie sie einen mutmaßlichen Dieb unter anderem als "bicot" bezeichneten, das ist ein französisches Schimpfwort für einen Araber. Innenminister Christophe Castaner erklärte daraufhin, Rassismus habe keinen Platz in der französischen Polizei. Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement leitete die Suspendierung der geständigen Beamten ein. (36/lgn/28-4-28.)

6. EU-Innenminister beraten über Grenzkontrollen
Die EU-Innenminister beraten heute über die Auswirkungen der Corona-Krise. In der Video-Konferenz soll es unter anderem um die Situation an den europäischen Binnen- sowie den Außengrenzen gehen. Seit Beginn der Krise haben viele Länder wieder Kontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Die Einreise von Ländern außerhalb der EU ist stark eingeschränkt. Auch über künftige Lockerungen der Kontrollen soll beraten werden. Zudem wollen die EU-Staaten über einen Leitfaden der EU-Kommission zum Asylrecht in der Corona-Krise diskutieren. Weiteres Thema ist der Gebrauch von Corona-Apps, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. (36/lgn/28-4-28.)

7. Boeing rechnet mit einer langen Leidenszeit
Der US-Luftfahrtriese Boeing rechnet nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht mit einem schnellen Aufschwung. Die Krise werde die Branche um Jahre zurückwerfen, sagte Vorstandschef Dave Calhoun bei der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns. Wegen der Pandemie konnte die Veranstaltung nur im Internet stattfinden. Calhoun sagte, es sei schwer einzuschätzen, wann sich die Situation stabilisieren werde. Der Luft- und Raumfahrtkonzern ist bereits wegen des Krisenjets 737 Max schwer angeschlagen und kämpft ums Überleben. (36/lgn/28-4-28.)

venerdì 27 marzo 2020

lgn-5: Montag, 16. März 2020

B.  Home. Glossar.  –5bis. ↔ –4.
Montag, 16. März 2020.
–5./lgn/16-03-20.
Indici: EU, EU-Staaten: –5/1; Deutschland: –5/2, –5/4, –5/7; Frankreich: –5/6; Heiko Maas: –5/2; Japan: –5/3; Israel: – 5/5; US: –5/3;

Nachrichten von Montag, 16.03.2020 –

1. Kampf gegen Covid-19: Einreiseverbote und strenge Grenzkontrollen
Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wird es an den deutschen Außengrenzen zu fünf Nachbarländern künftig Kontrollen und Einreiseverbote geben. Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg. Ausnahmen gibt es unter anderem für den Warenverkehr und für Pendler. Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an. (–5/lgn/16-3-20.)

2. Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab
Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", so Außenminister Heiko Maas. Vom Auswärtigen Amt heißt es weiter, es sei mit zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. (–5/lgn/16-3-20.)

3. Zentralbanken von Japan und USA reagieren auf Corona-Krise
Japans Notenbank hat angesichts der Corona-Krise ihre Geldpolitik weiter gelockert. So fährt sie unter anderem die Ankäufe börsennotierter Fonds und anderer riskanter Anlagen hoch. Die Zentralbank werde bei Bedarf ihre Geldpolitik ohne Zögern weiter lockern, hieß es nach einer Krisensitzung in Tokio. Zuvor hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins um einen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt. Die USA sollten keinen Leitzins haben, der höher als in anderen starken Wirtschaftsnationen sei, betonte Trump. (–5/lgn/16-3-20.)

4. Cyberangriffe auf 40 Prozent der deutschen Unternehmen
In den vergangenen zwölf Monaten haben laut einer Studie 41 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern auf mindestens einen Cyberangriff reagieren müssen. Nach der vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorgelegten Untersuchung war das Phishing mit 22 Prozent die häufigste Attacke. Dabei versuchen Angreifer, mit Hilfe präparierter E-Mails an Passwörter oder Bankdaten zu kommen. Es folgten mit 13 Prozent Ransomware-Angriffe, bei denen Schadsoftware Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert. Das CEO-Fraud mit angeblichen E-Mails vom Chef kam auf acht Prozent. (–5/lgn/16-3-20.)

5. Oppositionspolitiker Gantz soll Regierung in Israel bilden
Israels Präsident Reuven Rivlin will den Oppositionspolitiker Benny Gantz mit der Regierungsbildung beauftragen. Der frühere Armeechef werde an diesem Montag den Auftrag dazu erhalten, kündigte die israelische Präsidentschaft an. Die rechtskonservative Likud-Partei des bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte zwar bei der Parlamentswahl am 2. März die Nase vorn. Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß bekam jetzt aber von den im Parlament vertretenen Parteien mehr Empfehlungen für die Regierungsbildung. (–5/lgn/16-3-20.)

6. Historisch niedrige Beteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich
Die vom Coronavirus überschattete erste Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist laut ersten Schätzungen mit einem Rekordtief bei der Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. Nach Berechnungen des Instituts Ipsos-Steria sind rund 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht zur Wahl gegangen. Obwohl das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, waren fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen. An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gab es massive Kritik. (–5/lgn/16-3-20.)

7. Spanischer König streicht seinem Vater Zahlungen des Palasts
Der spanische König Felipe VI. ist auf strikte Distanz zu seinem skandalumrankten Vater Juan Carlos gegangen. Felipe strich seinem Vater Zahlungen durch das Königshaus über mehr als 194.000 Euro im Jahr. Auch verzichtete Felipe VI. auf alle Erbschaftsansprüche gegenüber seinem Vater. Die Entscheidungen des Königs folgten auf Medienberichte über mutmaßliche Geldflüsse aus Saudi-Arabien an Juan Carlos. (–5/lgn/16-3-20.)
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